Ziel: Dieser Artikel analysiert die Islamische Rechtskompilation (KHI) als Manifestation des staatlichen Engagements mit islamischem Recht und nutzt einen Rahmen der Staatstypologie für die Analyse. Methoden: Durch den Einsatz sowohl doktrinärer als auch sozialrechtlicher Methoden verdeutlicht die Forschung, wie die politischen-religiösen Dynamiken in Indonesien die Kodifizierung und Reform des islamischen Familienrechts beeinflussen. Ergebnisse: Die Studie zeigt, dass Indonesien eine einzigartige Position unter muslimisch geprägten Nationen einnimmt und eine Synthese aus säkulärer Regulierung und religiöser Akkommodation verkörpert. Drei zentrale Erkenntnisse ergeben sich aus dieser Analyse: (1) Die KHI nimmt einen unklaren Status innerhalb der rechtlichen Hierarchie Indonesiens ein, was ihre Durchführungsfähigkeit einschränkt; (2) Jüngste Entscheidungen des Verfassungsgerichts haben den Verlauf der Reform des islamischen Familienrechts umgelenkt und oft formale legislative Verfahren umgangen; und (3) Ein anpassungsfähigerer Ansatz zur Reform des islamischen Familienrechts erfordert einen methodologischen Übergang von einer textuellen-normativen Interpretation zu einer kontextuellen-substantiven Interpretation. Fazit: Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass zukünftige Reformen des islamischen Familienrechts in Indonesien ein Gleichgewicht zwischen religiösen Werten, verfassungsrechtlichen Prinzipien, internationalen Menschenrechtsstandards und lokalem Wissen finden müssen, um soziologische Legitimität zu gewährleisten und gleichzeitig rechtliche Sicherheit und Gerechtigkeit anzustreben.
Muslih et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.