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Zusammenfassung Dieser Bericht des Atlas-Projekts der European Society of Cardiology (ESC) aktualisiert und erweitert den Bericht von 2021 und präsentiert Statistiken zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) für die ESC-Mitgliedsländer. Diese Veröffentlichung untersucht Ungleichheiten in der kardiovaskulären Gesundheitsversorgung und den Ergebnissen in ESC-Mitgliedsländern unter Nutzung von Mortalitäts- und Risikofaktordaten der Weltgesundheitsorganisation und der Global Burden of Disease-Studie sowie zusätzlichen wirtschaftlichen Daten der Weltbank. Daten zur kardiovaskulären Versorgung wurden mittels eines Fragebogens erfasst, der an die nationalen kardiologischen Gesellschaften der ESC-Mitgliedsländer verteilt wurde. Vorgestellt werden Statistiken für 2022 oder das jeweils aktuellste verfügbare Jahr. Neues Material in diesem Bericht umfasst zeitgemäße Schätzungen der wirtschaftlichen Belastung durch CVD und Mortalitätsstatistiken für verschiedene CVD-Phänotypen. CVD verursacht 11 % der gesamten Gesundheitsausgaben der EU. Es bleibt die häufigste Todesursache in den ESC-Mitgliedsländern mit über 3 Millionen Todesfällen pro Jahr. Anteilig treten mehr Todesfälle durch CVD in Ländern mit mittlerem Einkommen als in Ländern mit hohem Einkommen auf, sowohl bei Frauen (53 % vs. 34 %) als auch bei Männern (46 % vs. 30 %). Zwischen 1990 und 2021 sind die medianen altersstandardisierten Mortalitätsraten (ASMRs) für CVD in den ESC-Mitgliedsländern mit hohem Einkommen um median 50 % gesunken, während sie in Ländern mit mittlerem Einkommen nur um median 12 % zurückgingen. Diese Ungleichheiten zwischen Ländern mit mittlerem und hohem Einkommen spiegeln wahrscheinlich heterogene Expositionen gegenüber verschiedenen Umwelt-, sozioökonomischen und klinischen Risikofaktoren wider. Die Umfrage 2023 legt außerdem nahe, dass Behandlungsfaktoren beitragen könnten, da Länder mit mittlerem Einkommen niedrigere Raten pro Million für perkutane Koronarinterventionen (1355 vs. 2330), transkatheter Aortenklappenimplantationen (4,0 vs. 153,4) und Herzschrittmacherimplantationen (147,0 vs. 831,9) im Vergleich zu Ländern mit hohem Einkommen melden. Der ESC Atlas 2023-Bericht zeigt anhaltende Ungleichheiten in der Epidemiologie und Behandlung von CVD zwischen ESC-Mitgliedsländern mit mittlerem und hohem Einkommen. Diese Ungleichheiten spiegeln sich in den Veränderungen der CVD-ASMRs in den letzten 30 Jahren wider. In den ESC-Mitgliedsländern mit hohem Einkommen sind die ASMRs in diesem Zeitraum stark rückläufig, während die Rückgänge in Ländern mit mittlerem Einkommen sehr gering waren. Es besteht daher ein dringender Bedarf an gezielten Maßnahmen zur Reduktion der Belastung durch CVD, insbesondere in Ländern mit der höchsten Last.
Timmis et al. (Di,) untersuchten diese Fragestellung.