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Zusammenfassung Die aktuelle Studie untersuchte, ob sich Kinder mit und ohne ADHS in der Textverarbeitung unterschieden, wenn widersprüchliche Informationen vorlagen. Siebenundvierzig Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren führten eine selbstgesteuerte Leseaufgabe durch. Die Hälfte der Texte enthielt widersprüchliche Informationen. Zusätzlich wurden Sprach- und kognitive Fähigkeiten bewertet, um die Beziehungen zwischen der Textverarbeitung und individuellen Unterschieden in diesen Fähigkeiten (Arbeitsgedächtnis, mündliche Satzwahrnehmung, verbale und nonverbale Intelligenz, Leseflüssigkeit und Dekodierfähigkeit) zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nicht-ADHS-Gruppe ihr Leseverhalten basierend auf der Präsenz inkonsistenter Informationen modulierte, während die ADHS-Gruppe dies in Reaktion auf die konsistenten Informationen tat. Dieser Aufgabeffekt in der ADHS-Gruppe wurde jedoch hauptsächlich bei Kindern beobachtet, die bei Hintergrundmaßen niedrig abschnitten (z.B. verbale Intelligenz, Arbeitsgedächtnis). Darüber hinaus erinnerten sich die Kinder mit ADHS an weniger Informationseinheiten als ihre Altersgenossen ohne ADHS. Korrelationen zeigten, dass das Muster der Beziehungen zwischen den Maßnahmen zur Textverständnis (d.h. wahr-falsch-Test und Texterinnerung) und den Hintergrundmaßen zwischen den beiden Gruppen unterschiedlich war, sodass die Maße in der ADHS-Gruppe enger miteinander assoziiert waren. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf bildungspolitische Implikationen diskutiert, um Kinder mit ADHS zu unterstützen, die Schwierigkeiten beim Leseverständnis haben.
Ward et al. (Di,) untersuchten diese Frage.