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Der Transfer von fäkalen Filtraten (FFT) entwickelt sich als eine sicherere Alternative zur traditionellen fäkalen Mikrobiota-Transplantation (FMT) – insbesondere im Kontext der nekrotisierenden Enterokolitis (NEC), einer schweren gastrointestinalen Erkrankung, die frühgeborene Säuglinge betrifft. Unter Verwendung eines Modells mit frühgeborenen Ferkeln hat FFT eine Überlegenheit gegenüber FMT in Bezug auf Sicherheit und NEC-Prävention gezeigt. Da FFT praktisch frei von Bakterien ist, wird angenommen, dass prokaryotische Viren (Bakteriophagen) die positiven Effekte vermitteln. Diese Annahme bleibt jedoch unbewiesen. Um diese Lücke zu schließen, trennten wir virusähnliche Partikel (30 kDa bis 0.45 µm) aus dem Stuhl des Spenders von der verbleibenden postbiotischen Flüssigkeit. Anschließend verglichen wir die klinischen und die Reaktionen der Darmmikrobiota auf diese Fraktionen mit der ursprünglichen FFT-Lösung, nachdem wir sie auf NEC-empfindliche frühgeborene Ferkel übertragen hatten. Der Virome-Transfer war ebenso wirksam wie FFT bei der Reduzierung der Schwere der NEC-ähnlichen Pathologie. Die bakteriellen Kompositionsdaten stützten die klinischen Ergebnisse, da der Virome-Transfer die relative Häufigkeit mehrerer mit NEC verbundener Krankheitserreger wie Klebsiella pneumoniae und Clostridium perfringens reduzierte. Der Virome-Transfer diversifizierte die viralen Gemeinschaften im Darm mit gleichzeitigen einschränkenden Effekten auf die bakterielle Zusammensetzung. Unerwarteterweise führte der Virome-Transfer, aber nicht die verbleibende postbiotische Flüssigkeit, zu früherer Diarrhö. Während Diarrhö bei menschlichen Säuglingen ein geringfügiges Problem darstellen mag, sollte die zukünftige Forschung Möglichkeiten zur Beseitigung dieses Nebenefekts bei gleichzeitiger Beibehaltung der Behandlungseffizienz identifizieren.
Offersen et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.