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Dieser Artikel überdenkt Hans Drieschs Vitalismus, wie er in seinem englischen Buch The Science and Philosophy of the Organism artikuliert ist, aus einer neuen Perspektive. Die zentrale These besagt, dass Drieschs Vitalismus eng mit den zeitgenössischen Naturwissenschaften verwoben war, insbesondere mit der Version der Energiephysik, die in der Energetikbewegung zum Ende des 19. Jahrhunderts vorherrschte. Genauer gesagt, auf der Grundlage der konzeptionellen Rahmenbedingungen, die von Energetikern wie Wilhelm Ostwald und Georg Helm bereitgestellt wurden, bot Driesch eine faszinierende Behandlung der Beziehung zwischen Entelechie und Energie innerhalb einer aktualisierten kantianischen Naturphilosophie. Dieser Artikel rekonstruiert Drieschs Ansatz, indem er vier Punkte erläutert. Erstens stellte Driesch fest, dass eine Entelechie strikt an den Energieerhaltungssatz gebunden war. Zweitens posited er, dass die Entelechie keine Form von Energie war und somit keine spezielle Art von bio-spezifischer Vitalenergie darstellte. Drittens identifizierte er das wichtigste Merkmal der Entelechie als ihre Fähigkeit, bestimmte physiko-chemische Veränderungen zu suspendieren. Viertens schlug Driesch vor, dass die Entelechie mechanische Systeme auf eine Weise beeinflusste, die Maxwells Dämon ähnlich war, und somit die Möglichkeit aufwarf, das zweite Gesetz der Thermodynamik zu widersprechen. Dieser Artikel kontextualisiert Drieschs Behandlung auch innerhalb der breiteren Entwicklung der Energiephysik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Abschließend bietet dieser Artikel einige kritische Anmerkungen zu dem besonderen historischen Phänomen des chronischen Vitalismus, wie von Driesch und anderen identifiziert.
Bohang Chen (Di.) untersuchte diese Frage.
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