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In den letzten anderthalb Jahrzehnten hat es einen dramatischen Anstieg bei der Auslagerung und Verlagerung der Asylbearbeitung und -ansiedlung in Länder des Globalen Südens gegeben. Dieser Artikel entwickelt einen neuen theoretischen Rahmen, um den Anstieg neuer Asylregime weltweit zu untersuchen. Auf der Grundlage ethnographischer Feldforschung an mehreren externalisierten Asylstandorten und insbesondere in Guatemala betrachtet er diese jüngsten Entwicklungen durch die Linse von „Ressourcenfronten“. Durch die Kombination kritischer politischer ökologischer Ansätze zu Ressourcenfronten mit Forschung zur Grenzauslagerung argumentiere ich, dass „Asylfronten“ die sozialen Räume sind, die mit der Erkundung und Entwicklung eines Ressourcensektors verbunden sind, der Wert aus Menschen auf der Flucht zieht. Ich konzentriere meine Analyse auf die von den USA vorangetriebene Entwicklung eines Asylregimes in der nördlichen Petén-Region Guatemalas. Ich betrachte die Besonderheiten der sich entwickelnden Asylfront Guatemalas und stelle dar, wie dieses Arrangement mit den eigenen Asyl- und Zwangsrückkehrgeschichten des Landes übereinstimmt. Dabei zeige ich, wie verschiedene politische Akteure – Migranten, indigene Maya-Flüchtlinge und abgeschobene Guatemalteken – mit diesen Grenzwirtschaften „leben“.
Julia Morris (2024) hat diese Frage untersucht.
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