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Dieser Artikel untersucht, wie junge Menschen mit marginalisierten ethnischen (hauptsächlich marokkanischen oder türkischen) und religiösen (muslimischen) Identitäten in Flandern Humor zur Identitätskonstruktion einsetzen. Die Teilnehmer schufen Comedy-Sketche, die ‚ethnischen Humor‘ enthielten, der sich auf die Merkmale und Stereotypen verschiedener ethnischer, rassischer und nationaler Gruppen konzentriert. Die thematische Analyse zeigte, wie Humor als mächtiges Werkzeug für marginalisierte Jugendliche dient, um Selbstidentität zu navigieren und die soziopolitischen Kontexte in Frage zu stellen, die ihre Identitäten formen. Indem sie sich über die sozialen Kontexte lustig machten, die sie dazu zwingen, lächerliche Stereotypen zu verkörpern, sowie über die als selbstverständlich angenommenen Überzeugungen, dass weiße Kultur die Norm sei, stellten die Teilnehmer dominante Unterdrückungssysteme in Frage, die sie als ethnische und religiöse Subjekte ansprechen. Darüber hinaus spielte Humor eine entscheidende Rolle dabei, die unterschiedlichen Lebenserfahrungen der Teilnehmer und der weißen atheistischen Forscherin während der Studie zu vermitteln; infolgedessen boten ihre Interaktionen eine reiche Quelle für Witze und Identitätskartierung. Durch die Analyse der Comedy-Sketche und der Interaktionen zwischen Forscher und Teilnehmer untersucht dieser Artikel die Rolle von marginalisierten Jugendlichen als Humorproduzenten und -darstellern, ein bisher vernachlässigtes Forschungsgebiet. Damit trägt er zu einem Verständnis des dynamischen Zusammenspiels zwischen Humor, Identität und Macht bei.
Anke Lion (Mo,) hat diese Frage untersucht.
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