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Die Arbeitsmedizin (AM) steht heute vor erheblichen Herausforderungen, eine davon betrifft die universitäre Ausbildung zukünftiger Ärzte, die global als suboptimal angesehen wird, wie in vielen Studien hervorgehoben wurde. Ziel dieser Studie ist es, den Stand der AM-Ausbildung an europäischen Universitäten zu aktualisieren. Zwischen März und August 2022 wurde eine E-Mail-Umfrage zur AM-Ausbildung unter Medizinstudierenden bei AM-Professoren an europäischen Universitäten in 28 Ländern durchgeführt (n = 347). Von den 347 Universitäten antworteten 53 Medizinschulen aus 19 Ländern (Antwortquote = 15,3%). In 89% der Fälle wurde AM unterrichtet. Die durchschnittliche Stundenzahl pro akademischem Jahr betrug 24,3, mit erheblichen Schwankungen innerhalb desselben Landes. Vorlesungen waren die beliebteste Lehrmethode (98%), mit einem erheblichen Einsatz moderner Ansätze wie problemorientiertem Lernen (61%) und E-Learning (57%). Während arbeitsbedingte Erkrankungen und Präventionsprinzipien behandelt wurden, waren andere Themen wie die Umweltbelastung oder die Zusammenarbeit mit einem AM-Arzt im Bildungsprogramm nur unzureichend vertreten. Den Daten zufolge könnten mehrere europäische Medizinschulen ihren Studierenden unzureichende AM-Ausbildung und -Schulung bieten. Die Ausbildung von Medizinstudierenden in der Arbeitsmedizin an europäischen Medizinschulen sollte so gestaltet werden, dass sie mit dem nötigen Wissen und den erforderlichen Fähigkeiten ausgestattet werden, um den Herausforderungen von heute gerecht zu werden. Es ist entscheidend, dass die AM-Ausbildung an europäischen Medizinschulen verbessert, harmonisiert und standardisiert wird.
Moles et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.
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