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Zusammenfassung Auf Befehl des Kaisers Kangxi besetzten Qing-Truppen 1720 Lhasa. Der Kaiser Yongzheng zog sie kurz nach seinem Amtsantritt wieder ab. Diese scheinbare Umkehr der Kangxi-Politik gegenüber Tibet wurde als übereilt und unüberlegt charakterisiert. Doch in seinem Edikt, mit dem er den Dalai Lama über die Verlegung der Garnison informierte, betonte Yongzheng, dass seine Entscheidung als Fortsetzung der Absichten seines Vaters gegenüber Tibet zu verstehen sei. Mit Fokus auf das kaiserliche Bemühen um die Unterstützung der Bevölkerung und unterschiedliche Strategien der Qing-Kontrolle argumentiert dieses Papier, dass Yongzhengs Entscheidung darauf abzielte, eine Strategie fortzuführen, die in den 1690er Jahren entstanden war. Diese zielte darauf ab, die Macht vom Amt des Dalai Lama abzuziehen, indem nach und nach lokale Eliten des khoshud-tibetischen Staates in die Qing-Hierarchie integriert wurden, mit dem Ziel, die Qing-Herrschaft über Tibet auszuweiten. Die Verlegung der Garnison war eine Voraussetzung für die Fortsetzung der Kangxi-Politik und nicht deren Aufhebung.
J T van Eijk (Fr,) untersuchte diese Frage.
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