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Zusammenfassung Die Unterdrückung der Ovarialfunktion (OFS) kommt jungen Frauen mit hormonrezeptor (HR)-positivem Brustkrebs zugute, jedoch besteht das Risiko eines Durchbruchs der Ovarialfunktion. Wir untersuchten die endokrinologischen Effekte der Behandlung mit einem Gonadotropin-Releasing-Hormon-Agonisten (GnRHa) in einer prospektiven Kohorte von Patientinnen im Alter von ≤ 40 Jahren mit HR-positivem Brustkrebs. Plasma-Östradiol (E2), Östron und follikelstimulierendes Hormon (FSH) wurden aus Blutproben gemessen, die 1 und 4 Jahre nach der Diagnose entnommen wurden. Patienteneigenschaften, invasive brustkrebsfreie Überlebensrate (iBCFS) und das Gesamtüberleben (OS) wurden zwischen denjenigen mit und ohne E2 > 2,72 pg/mL während der GnRHa-Behandlung verglichen. Unter den berechtigten Patientinnen hatten 54,7 % (46/84) und 60 % (15/25) E2 > 2,72 pg/mL nach 1 bzw. 4 Jahren. Mit E2 > 2,72 pg/mL nach 1 Jahr assoziierte Faktoren waren keine vorherige Chemotherapie ( P = 0,045) und Tamoxifen-Anwendung ( P = 0,009). Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 7 Jahren wurden bei Patientinnen mit Brustkrebs im Stadium I-III ( N = 74) iBCFS-Ereignisse bei 6 (8,1 %) mit E2 > 2,72 pg/mL und 5 (6,8 %) mit E2 ≤ 2,72 pg/mL beobachtet ( P = 0,893). Unter Patientinnen mit de novo metastatischem Brustkrebs ( N = 12) starben 6 (50 %) mit E2 > 2,72 pg/mL und 3 (25 %) mit E2 ≤ 2,72 pg/mL während der Nachbeobachtung ( P = 0,052). Größere Studien zur Untersuchung der klinischen Auswirkungen einer unvollständigen E2-Unterdrückung durch GnRHa sind notwendig, um sicherzustellen, dass optimale OFS-Behandlungsstrategien für diese Population eingesetzt werden.
Tesch et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.