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Zusammenfassung Trotz sehr unterschiedlicher Wohnungssysteme haben sowohl in Wien als auch in Mailand immer mehr Menschen Schwierigkeiten, bezahlbaren und angemessenen Wohnraum zu finden. Obwohl in beiden Kontexten soziale Wohnungsbaupolitiken vorhanden sind, ist für viele der unregulierte und oft unbezahlbare private Wohnungsmarkt die einzige Option. Aufbauend auf Antonio Tosis Arbeit zentrieren wir unsere Analyse auf die Armen und vergleichen, wie zwei sehr unterschiedliche lokale Wohnungssysteme die Bedingungen für ihre Integration oder Ausgrenzung schaffen. Durch eine vergleichende Analyse der Wiener und Mailänder Wohnregime und unter Anwendung einer gemischten Methodologie diskutieren wir, wie beide Ausgrenzungsbedingungen erzeugen, wer ausgeschlossen wird, welche lokalen Politiken sich an die Armen richten und wie geeignet diese sind, um die Wohnraum-Ausgrenzung zu mildern. Schließlich geben wir einige Richtungen für Politiken an, die darauf abzielen, die Schnittstellen zwischen Armut und Wohnraumausgrenzung anzugehen, und plädieren für eine Maximierung der ‚Sozialität‘ von Wohnungspolitiken, die einen Wechsel im Prioritätensetzungsverfahren von der Mittelschicht zu den verletzlicheren Gruppen sowie die Lockerung bestimmter formeller Zugangsvoraussetzungen zu Wohnraum oder Sozialleistungen beinhalten, wo immer dies möglich ist.
Wolfgring et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.