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Zusammenfassung: Wir untersuchen die Krustenstruktur des nordöstlichen (NE) Südchinesischen Meeres (SCS), um seine Krustendicke und den Aufbau des Grundgebirges zu bestimmen, was Auswirkungen auf die mesozoische und känozoische Evolution der SCS hat. Die ersten Interfaces, die aus seismischen Reflexionsdaten interpretiert wurden, wurden in ein 3D-Schwerkraftinversionsschema integriert, um die Moho-Tiefe und Variationen der Krustendicke zu bestimmen. Eine gemeinsame Inversion von seismischen und Schwerkraftdaten erlaubte es uns, die Variationen der Krustendichte entlang von 2D-Profilen zu bestimmen. Der distale Rand des NE SCS ist in zwei unterschiedliche krustale Bereiche unterteilt: das Southern Rift System (SRS) und das Southern High (SH). Das SRS zeigt eine extrem verdünnte Kruste, auf der dicke känozoische Sequenzen beobachtet werden. Es ist durch das SH, eine vergleichsweise dickere krustale Domäne (∼10–15 km dick) mit signifikanten magmatischen Zusätzen, von der ozeanischen Kruste (∼6–8 km dick) getrennt. Der distale NE SCS-Rand entstand während der känozoischen Rifting des SCS. Das SH entspricht wahrscheinlich einem polygenen Teil der Kruste, der seit dem Mesozoikum polyphase magmatische Aktivität aufzeichnet, mit möglicherweise bedeutender Aktivität während der känozoischen Post-Rift-Zeit. Der NE SCS-Rand ist konjugiert zu Palawan, dessen Grundgebirge als Teil des exotischen Luconia-Mikrokontinents angesehen wird, der während der späten Kreidezeit mit Eurasien kollidierte. Die Ähnlichkeiten im Grundgebirge zwischen Palawan und dem SH werden hervorgehoben, was darauf hindeutet, dass letzterer möglicherweise auch Teil von Luconia ist. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Anlege-/Nahtzone zwischen Eurasien und Luconia als bevorzugte Zone für die Entwicklung des känozoischen Rifts fungiert haben könnte.
Vargas et al. (Thu.) untersuchten diese Frage.