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Im Vierteljahrhundert vor dem Ersten Weltkrieg gab es zahlreiche wirtschaftliche und politische Entwicklungen, die die Alliierten und Entente-Blöcke prägten. Die marokkanische Krise nimmt in diesen Entwicklungen eine entscheidende Stellung ein. Der Kampf der westlichen Mächte um die Teilung Marokkos zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand im Mittelpunkt der Krise. Die ungleichen bilateralen Beziehungen, die zwischen dem Osmanischen Reich und den westlichen Mächten während des Prozesses der Öffnung zum Kapitalismus entstanden, beeinflussten sowohl die Außenpolitik als auch die Wirtschaftspolitik des Staates. In dieser Studie werden die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Grundlagen der von dem Osmanischen Reich während der Krise in Marokko verfolgten Politiken diskutiert, wobei sowohl primäre Quellen verwendet werden, als auch die Tatsache, dass Marokko sowohl Nachbar im Hinblick auf das Machtgebiet als auch ideologischer Rivale in der islamischen Welt war. In diesem Kontext zielt die Studie darauf ab, herauszufinden, ob das Osmanische Reich, abhängig von seiner Bedrohungswahrnehmung, versucht hat, eine Reihe von reaktiven, präventiven und unterstützenden Politiken gegenüber Marokko in militärischer, politischer oder wirtschaftlicher Hinsicht umzusetzen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die umgesetzten Politiken auf politischer und militärischer Basis und durch indirekte Kanäle erfolgen. Tatsächlich wurde der Ansatz des Osmanischen Reiches zu den marokkanischen Krisen durch panislamistische Politiken unter dem Einfluss Deutschlands, den Erhalt seiner Souveränitätsrechte in Nordafrika, den Schutz seiner Untertanen in der Region sowie das Nationalitätsfrage und die Auswirkungen der französisch-deutschen Rivalität in Marokko auf das Osmanische Land geprägt.
Mehmet ÇETİN (Mi,) hat diese Frage untersucht.