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Die Klasse-III-Fehlstellung ist eine herausfordernde zahnmedizinische und skelettale Erkrankung, die durch einen vorstehenden Unterkiefer, einen zurückliegenden Oberkiefer oder eine Kombination aus beiden gekennzeichnet ist. Zu den Behandlungsoptionen gehören Wachstumsmodifikation, orthodontische Camouflage und orthognathische Chirurgie. Während die Chirurgie häufig für schwere Fälle definitive Ergebnisse liefert, ist die orthodontische Camouflage eine gangbare Alternative zur Behandlung von milden bis moderaten skelettalen Diskrepanzen bei Erwachsenen. Dieser Fallbericht veranschaulicht die erfolgreiche Anwendung von orthodontischer Camouflage bei einer 19-jährigen Frau mit skelettaler und dentaler Klasse-III-Fehlstellung und betont nicht-chirurgische Strategien zur Erreichung funktionaler und ästhetischer Verbesserungen. Die Patientin hatte Bedenken hinsichtlich ihres Bisses und ihres Gesichtsprofils. Die klinische Untersuchung ergab ein konkaves Profil, einen hervorstehenden Unterkiefer und Beziehungen der Molaren und Canini der Klasse III mit negativem Überjet. Die radiografische Analyse bestätigte eine skelettale Klasse-III-Beziehung (ANB-Winkel von -2°) und normale vertikale Wachstumsmerkmale. Der gewählte nicht-chirurgische Behandlungsplan umfasste feste orthodontische Apparaturen und Klasse-III-intermaxilläre Gummis, um die Fehlstellung zu korrigieren und die Gesichtsästhetik zu verbessern. Die Behandlungsphasen beinhalteten die anfängliche Ausrichtung, die Anwendung von Klasse-III-Gummis zur Anpassung der Okklusion und die detaillierte Fertigstellung zur Verfeinerung der Ergebnisse. Nach 20 Monaten führte die Behandlung zu einem positiven Überjet, Klasse-I-Molar- und Canini-Beziehungen sowie verbesserter Gesichtsästhetik mit reduzierter Mandibularprominenz. Die Patientin äußerte Zufriedenheit mit den funktionalen und ästhetischen Ergebnissen. Dieser Fall zeigt, dass orthodontische Camouflage milden bis moderaten Klasse-III-Fehlstellungen bei nicht-wachsenden Patienten effektiv begegnen kann. Erfolgreiche Ergebnisse hängen von präziser Behandlungsplanung, Patientencompliance und regelmäßiger Überwachung ab. Während chirurgische Optionen für schwere Fälle weiterhin notwendig bleiben, bietet die orthodontische Camouflage eine weniger invasive Alternative für geeignete Patienten, die die Zahnfunktion und die Gesichtsästhetik erheblich verbessert.
Gilani et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.