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Dieser Artikel präsentiert eine Übersetzung von zwei Abschnitten aus dem Kapitel „Guai Shen“ 怪神 („Monsters and Deities“) der Abhandlung Feng su tong yi 風俗通義 (Durchdringung der Bedeutung von Traditionen und Bräuchen), verfasst von dem Staatsmann Ying Shao 應劭 (gest. vor 204), ergänzt durch eine Einführung und Kommentare. Dieses Kapitel umfasst einundzwanzig Anekdoten über menschliche Begegnungen mit dem Übernatürlichen oder lokalen religiösen Kulte. Zehn davon wurden später in die Sammlung von Geschichten Sou shen ji 搜神記 (Untersuchungen über Gottheiten) aufgenommen, sodass diese Abhandlung einen gewissen Einfluss auf die Entwicklung des Genres der zhiguai xiaoshuo 志怪小説 („Geschichten, die ungewöhnliche Aufzeichnungen enthalten“) hatte. Die beiden für die Veröffentlichung ausgewählten Abschnitte beschreiben lokale Kulte, die während der Han-Dynastie 漢 (202 v. Chr. — 220 n. Chr.) entstanden. Im ersten Abschnitt zeigt Ying Shao, wie Beamte solche Kulte mithilfe von Gesetzen kontrollieren sollten. Im zweiten Abschnitt überzeugt der Autor den Leser, rational an die Grundlagen heranzugehen, auf denen der Kult basiert, und nicht allen Gerüchten über die göttliche Macht der Wesen zu vertrauen. Diese Übersetzung bietet die Möglichkeit, ein tieferes Verständnis des religiösen Lebens am Ende der Han-Dynastie zu gewinnen.
Tatiana V. Klementeva (Sun,) hat diese Frage untersucht.
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