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Ziel dieser Studie war es, den Zusammenhang zwischen Infektionen und einer Verschlechterung der Behinderung bei Menschen mit Multipler Sklerose (MS) zu untersuchen, die entweder mit B‐zelldepleting Therapie (Rituximab) oder Interferon‐Beta/Glatirameracetat (IFN/GA) behandelt wurden. Methoden: Diese Kohortenstudie erstreckte sich von 2000 bis 2021 und verwendete Daten aus dem Schwedischen MS-Register, die mit nationalen Gesundheitsregistern verknüpft waren, und umfasste 8.759 Rituximab- und 7.561 IFN/GA-Behandlungsepisoden. Das Risiko einer im Krankenhaus behandelten Infektion wurde mithilfe multivariabler Cox-Modelle geschätzt. Der Zusammenhang zwischen Infektionen und dem Anstieg der Expanded Disability Status Scale (EDSS)-Werte wurde mit einem doppelt robusten Modell für verallgemeinerte Schätzgleichungen bewertet. Zusätzlich wurde ein stückweises exponentielles Modell zur Analyse von Ereignissen mit erhöhter Behinderung über festgelegte Grenzwerte hinweg verwendet, wobei Rückfälle und MRI-Aktivität kontrolliert wurden. Ergebnisse: Im Vergleich zu IFN/GA zeigte Rituximab ein erhöhtes Risiko sowohl für stationäre als auch für ambulant behandelte Infektionen (Hazard Ratio HR, 2,08; 95% Konfidenzintervall CI, 1,50–2,90 und HR, 1,37; 95% CI, 1,13–1,67, jeweils). Eine im Krankenhaus behandelte Infektion war mit einem Anstieg von 0,19 Einheiten im EDSS verbunden (95% CI, 0,12–0,26). Der Verschlechterungsgrad war bei progressiver MS am größten, und bei IFN/GA-Behandlung, die im Gegensatz zu Rituximab häufiger mit MRI-Aktivität assoziiert war. Nach Kontrolle von Rückfällen und MRI-Aktivität waren im Krankenhaus behandelte Infektionen mit einer Verschlechterung der Behinderung bei Personen mit schubförmiger MS, die mit IFN/GA behandelt wurden, assoziiert (HR, 2,01; 95% CI, 1,59–2,53), jedoch nicht bei denen, die mit Rituximab behandelt wurden. Interpretation: Im Vergleich zu IFN/GA verdoppelte Rituximab das Infektionsrisiko, verringerte jedoch das Risiko einer anschließenden Verschlechterung der Behinderung. Darüber hinaus war das Risiko der Verschlechterung nach hospitalisierter Infektion bei progressiver MS größer als bei schubförmiger MS. Das Infektionsrisiko sollte berücksichtigt werden, um die langfristigen Ergebnisse zu verbessern. ANN NEUROL 2024;96:694–703
Hu et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.