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Zusammenfassung Hintergrund Während COVID-19 stieg die Zahl der obdachlosen Menschen, was die Verletzung grundlegender Rechte, die für das Überleben notwendig sind, weiter verschärfte. Ziel der Studie war es, die Ungleichheiten zu untersuchen, die mit Einkommensverlust und Lebensmittelsicherheit bei obdachlosen Menschen während der COVID-19-Pandemie in Brasilien verbunden sind. Methoden Eine Querschnittsstudie wurde in 24 brasilianischen Landeshauptstädten und im Bundesdistrikt unter der obdachlosen Bevölkerung mittels eines validierten Instruments durchgeführt. Es wurden deskriptive Analysen und binäre logistische Regressionen durchgeführt. Ergebnisse Von 1512 obdachlosen Teilnehmern (Medianalter: 37, Spanne: 18–89) hatten 39,4% keinen vollständigen Grundschulabschluss, 83,7% verdienten weniger als den Mindestlohn oder hatten kein Einkommen, 56,5% erhielten staatliche Unterstützung, und 87,1% nutzten das Sistema Único de Saúde (Brasilianisches Gesundheitssystem-SUS). Während der Pandemie hatten 42,0% mit Ernährungsschwierigkeiten zu kämpfen, und 26,3% erlitten Einkommensverluste. In den brasilianischen Makroregionen war der Mangel an Beschäftigung in vier Regionen zu beobachten, mit hoher SUS-Abhängigkeit und Lebensmittelknappheit. Im Norden (72,7%) und Nordosten (51,9%) fehlte den meisten staatliche Unterstützung, während im Mittleren Westen (51,6%) vorübergehender Einkommensverlust vorherrschte. In den Regressionsanalysen hatten Männer, Personen mit schwarzer/mischrassiger Herkunft, Verheiratete oder Personen in stabilen Partnerschaften, Empfänger staatlicher Hilfe und SUS-Nutzer größere Schwierigkeiten, während COVID-19 Lebensmittel zu erwerben. Männer mit unvollständigem Abitur oder höherer Bildung und einem Einkommen über dem Mindestlohn waren weniger wahrscheinlich von vorübergehendem Einkommensverlust betroffen, während Personen mit schwarzer/mischrassiger Herkunft und solche, die auf der Straße lebten, eher betroffen waren. Schlussfolgerungen Die Studie zeigte, wie sozioökonomische Faktoren den Einkommensverlust und die Schwierigkeiten beim Erwerb von Lebensmitteln während COVID-19 erhöhten und damit die Verletzlichkeit und sozialen Ungleichheiten für obdachlose Menschen verschärften.
Moura et al. (Di,) untersuchten diese Frage.