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Die Frage, wie kollektive Identitäten in einem Zeitalter, das sowohl von nationalistischer Begeisterung als auch von Diversitätspolitik geprägt ist, symbolisiert werden können, hat die öffentliche Debatte dominiert und die politische Rolle der Religion hervorgehoben. Aber was passiert mit religiösen Objekten, Stätten und Praktiken, wenn sie als Kulturerbe betrachtet werden? Welche Kräfte stehen hinter den Wegen, wie Religion in die Dynamik rund um Kulturerbe und das Schaffen von Erbe in säkularen Gesellschaften eingebunden ist? Und warum und wie werden einige religiöse Orte zu ikonischen Stätten des Kulturerbes, die sowohl nationale Gefühle als auch globale Bedenken wecken? In diesem Artikel untersuchen wir die komplexe Politik rund um Religion und Kulturerbe und analysieren, wie sie sich mit Prozessen der Säkularisierung sowie mit Regimes der Diversität und Säkularismus überschneiden. Wir argumentieren, dass es in zeitgenössischen Gesellschaften eine wachsende Tendenz gibt, Religion zu kulturealisieren, und dass die Rahmung des kollektiven Erbes eng mit dem verknüpft ist, was im Alltag und im offiziellen Diskurs als Religion und Kultur zählt. Wir theoretisieren diese Dynamik durch das Konzept der 'Erbe-Religion' und behaupten, dass es eine distinkte materielle Perspektive auf die Kulturalisierung der Religion bietet. In Anlehnung an Durkheim weisen wir darauf hin, wie Prozesse des religiösen Erbes neue Formen der Heiligkeit hervorrufen.
Burchardt et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.