Key points are not available for this paper at this time.
Zussamenfassung Eine der größten Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft und die Lebensmittelsysteme heute stehen, ist der Verlust der Agrobiodiversität. Angesichts der aktuellen Blockade, den weltweiten Verlust der Sortenvielfalt zu verhindern, hebt dieses Papier die Möglichkeit einer radikalen Neuausrichtung der aktuellen rechtlichen Saatgutrahmen hervor, die mehr Raum für alternative Saatgutsysteme schaffen könnten, die auf Normen beruhen, die die Agrobiodiversität im eigenen Betrieb unterstützen. Das Verständnis der zugrunde liegenden Normen, die die Saatgutgemeinschaften prägen, ist wichtig, da Normen sowohl einschränken als auch dazu beitragen, was letztlich die Samen ausmacht und wer Zugang zu den Samen haben wird und somit inwieweit die Agrobiodiversität aufrechterhalten und unterstützt wird. Dieses Papier wendet einen Gemeingutansatz an, um die zugrundeliegenden Normen einer schwedischen Saatgutgemeinde zu untersuchen und diskutiert das Potenzial zur Förderung der Agrobiodiversität im Kontext breiterer rechtlicher und autoritativer Diskurse über Saatguteinschluss. Das Papier zeigt, wie das Saatgutgemeinschaftersystem durch ein bestimmtes Set landwirtschaftlicher Normen geformt und geschützt wird, die den Austausch von Saatgut unter denen, die den Normen folgen, ermöglichen, aber diejenigen ausschließen, die dies nicht tun. Das Papier illustriert weiter, wie Landwirte in der Lage waren, fragile rechtliche und wirtschaftliche Wege zu navigieren, um sich kollektiv um Landrassensaatgut zu organisieren, das als epistemische Landwirtschaftsgemeinschaft fungiert, die alte Landrassen bewahrt und neue Landrassen für die Gegenwart formt, die an diverse agrarökologische Umgebungen für die Niedriginputlandwirtschaft angepasst sind. Das Papier zeigt auf, wie die zugeschriebenen Normen der Saatgutgemeinschaften in Kombination mit den aktuellen Saatgutgesetzen eine bestimmte Grenze für die Ausprägung der Agrobiodiversität setzen und diskutiert, warum die Vorgaben für ein „richtiges Handeln von Institutionen“ bei der Saatgutverwaltung bestenfalls schwierig sind, wenn man die sich verändernde Sozialnatur der Samen berücksichtigt. Um die Agrobiodiversität weiter zu erhöhen, schlägt das Papier vor, dass zukünftige Saatgutgesetze auf die Erhaltung einer Vielzahl von geschützten Saatgutgemeinschaftssystemen umgeleitet werden, die lokal angepasstes pflanzliches Material für verschiedene Gruppen von Landwirten und Landwirtschaftssystemen bereitstellen können.
Sandström et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.