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Das Hepatitis-B-Virus (HBV) stellt eine bedeutende globale Gesundheitsherausforderung dar, mit über 2 Milliarden weltweit infizierten Menschen und fast 291 Millionen chronischen Fällen. In Afrika ist die Koinfektion von HBV mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) hoch, dennoch bleibt der Zustand in vielen Ländern unbemerkt. Während die antiretrovirale Therapie (ART) das Überleben von HIV-Patienten verbessert hat, trägt virale Hepatitis weiterhin zur Morbidität und Mortalität bei. Die okkulte Hepatitis-B-Infektion (OBI), gekennzeichnet durch einen niedrigen HBV-DNA-Spiegel bei Personen mit negativem Hepatitis-B-Oberflächenantigen (HBsAg), ist ein aufkommendes Problem bei HIV-seropositiven Personen wegen des Risikos einer HBV-Reaktivierung und der damit verbundenen Komplikationen, insbesondere des hepatozellulären Karzinoms (HCC). In Ghana wird eine Prävalenz der HBV/HIV-Koinfektion von 13,6 % geschätzt, was es wichtig macht, auch potenzielle Fälle von OBI zu bestimmen. Diese Studie zielt darauf ab, die OBI-Prävalenz bei Personen mit HIV (PLHIV) zu bewerten. Eine Querschnittsstudie wurde in fünf Gesundheitseinrichtungen in der Metropolregion Cape Coast durchgeführt. HBV-bezogene serologische Marker wurden bei 116 PLHIV mit der Enzymgebundenen Immunosorbent-Test (ELISA)-Methode bestimmt. HBV-DNA wurde von 30 Teilnehmern extrahiert, die HBsAg-negativ, aber positiv für Antikörper gegen den Hepatitis-B-Kern (HBcAb+) waren. Für den Nachweis von HBV-DNA wurde die Nested-PCR eingesetzt und die HBV-Virämie wurde mittels qPCR durchgeführt. Das mediane Alter der Teilnehmer betrug 37 Jahre (IQR 22–65). Serologisch testeten 7,8 % (n = 9, 95 % CI: 3,5–22,7), 12,1 % (n = 14) und 25,9 % (n = 30) ausschließlich positiv auf HBsAg, HBsAb bzw. HBcAb. Die OBI-Prävalenz unter HBsAg-/HBcAb+-Teilnehmern betrug 16,7 % (n = 5, 95 % CI: 6,5–23,7) mit einem medianen HBV-DNA-Spiegel von 139,2 IU/ml (IQR, 96,7–142,0). Die Prävalenz von OBI unter HIV-positiven Teilnehmern in der Metropolregion Cape Coast hebt die Notwendigkeit hervor, Screening auf HBV bei HIV-Patienten unter Verwendung von Nukleinsäure-Amplifikationstests in Betracht zu ziehen. Dies kann die medizinische Behandlung informieren und das Risiko von Leberkomplikationen, einschließlich HCC, reduzieren.
Salia et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.