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In der Politikwissenschaft gehen viele theoretische Ansätze davon aus, dass wir eine ‚Krise der Demokratie‘ erleben, mit sinkenden Levels des politischen Vertrauens. Während einige empirische Studien diese Auffassung unterstützen, sind andere anderer Meinung und berichten von ‚trendlosen Schwankungen‘. Wir argumentieren, dass diese empirischen Unklarheiten auf analytischer Verwirrung basieren: ob das Vertrauen abnimmt, hängt von der betreffenden Institution, dem Land und dem Zeitraum ab. Wir klären diese Fragen und wenden unser Rahmenwerk auf eine empirische Analyse an, die in geografischem und zeitlichem Umfang beispiellos ist: Wir wenden bayesianische dynamische latente Merkmalsmodelle an, um zugrunde liegende Trends in den Daten zum Vertrauen in sechs Institutionen zu erkennen, die aus 3.377 Umfragen stammen, die von 50 Projekten in 143 Ländern zwischen 1958 und 2019 durchgeführt wurden. Wir identifizieren wichtige Unterschiede zwischen Ländern und Regionen, stellen aber global fest, dass das Vertrauen in repräsentative Institutionen in den letzten Jahrzehnten im Allgemeinen abgenommen hat, während das Vertrauen in ‚implementierende‘ Institutionen stabil oder steigend war.
Valgarðsson et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.