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Von Suizid betroffene Personen sehen sich oft tiefgreifenden Trauerreaktionen gegenüber und haben ein erhöhtes Risiko für psychische Störungen. Wenig ist über die Entwicklung der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (CPTSD) nach einem Suizidverlust bekannt. Diese Arbeit zielt darauf ab, die Prävalenz von CPTSD, PTSD, veränderter Trauerstörung (PGD) und Depression sowie soziodemografische und verlustbezogene Faktoren hinsichtlich ihrer Entwicklung zu identifizieren. Insgesamt haben 161 Überlebende eines Suizidverlusts (91,3 % weiblich) einen Fragebogen ausgefüllt, der Symptome von Trauer (TGI-SR+), PTSD, CPTSD (ITQ) und Depression (PHQ-D) erfasste. Insgesamt erfüllten 12,4 % die Diagnose für CPTSD, 5,0 % für PTSD. Insgesamt erfüllten 22,0 % die Diagnose für PGD. 41,6 % zeigten mindestens moderate Symptome einer Depression. Pearsons Korrelation zeigte, dass die Zeit seit dem Verlust negativ mit PG- und PTSD-Symptomen assoziiert war. Die Verwandtschaft zum Verstorbenen war mit der Schwere der PG assoziiert. Die Stichprobe hatte hohe Werte in allen Störungen der Selbstorganisation (DSO) symptomatischen Clustern, die typisch für CPTSD sind. Ein Fokus auf die Symptome von CPTSD könnte ein notwendiger Bestandteil der Versorgung von Überlebenden eines Suizidverlusts sein.
Hofmann et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.