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Dieses Papier betrachtet die Briefe und den Charakter von Frances „Fanny“ Brawne zusammen als ein Modell für Kritik in der heutigen Zeit sowie als bedeutende Hinweise darauf, wie Kritik von Laien in der Romantik praktiziert wurde. Im Fokus steht Keats' große Liebesbeziehung und nicht Keats selbst oder Keats unter Ausschluss seiner Gesprächspartner. Ich beschreibe den erotischen Konflikt zwischen Brawne und dem Dichter als eine Form agonistischer Auseinandersetzung zwischen Schriftsteller und Kritiker – die eine von tragischem Impuls, die andere eher komisch geprägt. Gegen Ende des Aufsatzes frage ich, wie ein solcher Konflikt, in den Worten von Stanley Cavell, nicht als die hässliche Kehrseite der Liebe verstanden werden kann, sondern als einer ihrer bedeutendsten Ausdrucksformen, als eine Weise, (in Cavells Worten) ‚das Gespräch, das die Liebe verlangt‘, aufrechtzuerhalten. Der gesamte Aufsatz hinterfragt die Beziehung zwischen Kritik und Liebe und wie diese Beziehung gegenwärtige Denkweisen zu Affekt und Vergnügen infrage stellen könnte.
Anahid Nersessian (Mon,) hat diese Frage untersucht.