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Zusammenfassung In den letzten Jahren wurden viele Arten von Interventionen entwickelt, die darauf abzielen, die Anfälligkeit für Fehlinformationen zu reduzieren. In zwei preregistrierten Längsschnittstudien (N 1 = 503, N 2 = 673) nutzen wir zwei zuvor validierte „Immunisierungs“-Interventionen (ein Video und ein Spiel), um zwei wichtige Fragen in der Forschung zu Interventionen gegen Fehlinformationen zu adressieren: (1) ob die Anzeige zusätzlicher Reize (wie Videos, die nicht mit Fehlinformationen zu tun haben) die Wirksamkeit der Intervention beeinträchtigt, und (2) ob die Durchführung eines unmittelbaren Nachtests (in Form einer Bewertungsaufgabe für einen Beitrag in sozialen Medien nach der Intervention) eine Rolle für die Langlebigkeit der Intervention spielt. Wir finden keine Hinweise darauf, dass andere Reize die Wirksamkeit der Intervention beeinflussen, jedoch starke Hinweise darauf, dass unmittelbare Nachtests die Lernergebnisse aus der Intervention stärken. In Studie 1 finden wir, dass 48 Stunden nach dem Anschauen eines Videos die Teilnehmer, die einen unmittelbaren Nachtest erhielten, signifikant besser darin waren, unzuverlässige Posts in sozialen Medien von neutralen zu unterscheiden als die Kontrollgruppe (d = 0.416, p = .007), während Teilnehmer, die nur 48 Stunden später einen Nachtest erhielten, keine Unterschiede zur Kontrolle zeigten (d = 0.010, p = .854). In Studie 2 beobachten wir sehr ähnliche Ergebnisse für eine spielerische Intervention und liefern Beweise für einen kausalen Mechanismus: Unmittelbare Nachtests helfen, das Gedächtnis der Menschen für die in der Intervention gelernten Lektionen zu stärken. Wir argumentieren, dass das aktive Wiederholen und Anwenden relevanter Informationen daher Voraussetzungen für die Langlebigkeit von lerngestützten Interventionen gegen Fehlinformationen sind, was erhebliche Auswirkungen auf ihre Skalierbarkeit hat.
Capewell et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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