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Zuverlässige Schätzungen darüber, wie menschliche Aktivitäten die Wildtierpopulationen beeinflussen können, sind entscheidend für wissenschaftlich fundierte Entscheidungen im Ressourcenmanagement. Ein bedeutendes Problem bei der Schätzung der Folgen von Management-, Entwicklungs- oder Naturschutzmaßnahmen ist die Notwendigkeit, eine Vielzahl biotischer und abiotischer Faktoren zu berücksichtigen, wie Landnutzung und Klimawandel, die im Laufe der Zeit miteinander interagieren und Lebensräume und Populationen von Wildtieren verändern. Der Schneeleopard Panthera uncia (Schreber, 1775), als gefährdete Art, ist extrem empfindlich gegenüber indirekten Auswirkungen des Klimawandels. Da es äußerst schwierig ist, Naturschutzmaßnahmen über das gesamte Verbreitungsgebiet der Schneeleoparden durchzuführen, ist die Identifizierung von Hotspots für den Naturschutz notwendig. Diese Studie wurde in den Tälern von Bagrot und Haramosh in der transhimalaya Region durchgeführt, um die Auswirkungen von Klima und menschlichem Druck auf den Lebensraum des Schneeleoparden zu bewerten. Es wurde eine hybride Klassifizierung von Landsat-Satellitendaten für 2010 und 2020 durchgeführt, um Landnutzungsänderungen zu verdeutlichen, die einen Rückgang des permanenten Schnees um 10 % bzw. 3 % in Haramosh und Bagrot nahelegten, während die Siedlungsfläche um 16 % bzw. 23 % zunahm. Ein Vergleich der Lebenszonen für 2010 und 2020 unter Verwendung des Holdridge-Lebenszonen-Klassifizierungssystems zeigte eine Veränderung von drei Lebenszonen zu fünf Lebenszonen in Haramosh und von vier Lebenszonen zu fünf Lebenszonen in Bagrot, verursacht durch einen Temperaturanstieg von 2 °C bis 3 °C, was darauf hinweist, dass die Region zunehmend für Siedlungen geeignet und weniger vorteilhaft für Schneeleoparden wird. Diese Studie unterstreicht erneut, dass Gebirgsregionen anfälliger für die Auswirkungen des Klimawandels sind. Die Erwärmung des Wetters erschwert das Überleben der Schneeleoparden. Obwohl sie gegenüber den direkten Auswirkungen des Klimawandels resilient sind, machen sie indirekte Auswirkungen wie Lawinen, plötzliche Überschwemmungen, Urbanisierung und Konflikte zwischen Mensch und Tier verletzlicher und bedrohen ihr Überleben. Daher empfehlen wir die Schaffung weiterer Schutzgebiete, eine bessere Kontrolle des illegalen Wildtierhandels und genetische Studien zur Untersuchung der Auswirkungen auf Schneeleoparden sowie des Weidemanagements, zur Verbesserung der Lebensgrundlagen und zur Verringerung von Konflikten zwischen Mensch und Wildtier.
Hani et al. (2024) haben diese Frage untersucht.