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Im aktuellen weinbaulichen Kontext führt die globale Erwärmung zu einer vorzeitigen und möglicherweise beschleunigten Reifung, die das Gleichgewicht zwischen den wünschenswerten Traubenqualitätsmerkmalen, die für die Weinherstellung angestrebt werden, verändern kann. Die Bewertung von genetischem Material, das eine verzögerte und/oder langsamere Reifung aufweist, könnte ein potenzielles "langsames Reifungs"-Merkmal für die Einkreuzung in kommerzielle Sorten durch Züchtung aufdecken. In dieser Studie bewerteten wir eine weißfrüchtige Selektion, die im Grape Breeding and Genetics-Programm bei E. & J. Gallo Winery entdeckt wurde und ein ungewöhnliches Reifungsmuster im Vergleich zu Standardvarietäten zeigte. Die Reben der langsam reifenden Selektion unterschieden sich nicht in ihrem visuellen Erscheinungsbild, Wasserstatus oder Gasaustauschmerkmalen im Vergleich zu den Reben ihres normal reifenden Geschwisters. Die Zuckeransammlung, das Beerenwachstum und die Beerenfestigkeit wurden während der Reifung in zwei aufeinander folgenden Jahren wöchentlich überwacht, um Unterschiede in der Fruchtmaturationsrate zwischen den Selektionslinien zu charakterisieren. Im Vergleich zur normal reifenden Selektion zeigte die langsam reifende Selektion eine 30-tägige Verzögerung beim Beginn der Reifung und benötigte länger, um die Veraison abzuschließen, was zu einer verlängerten Lag-Phase führte. Dies wurde durch Messungen der Beerenfestigkeit bestätigt, die zeigten, dass die Beerenweichung verzögert war und in der langsam reifenden Selektion mit einer reduzierten Rate erfolgte. Exogene Abscisinsäurebehandlungen stellten teilweise die normalen Raten der Reifung wieder her, jedoch wurden Zeit- und Dosiseffekte beobachtet. In diesem Versuch, das langsame Reifungsmerkmal von Trauben zu erkunden, entdeckten wir ein mögliches Ungleichgewicht im Hormonpool, der für den Beginn der Reifung verantwortlich gemacht wird. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um dieses Merkmal vollständig zu charakterisieren und zu quantifizieren.
Previtali et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
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