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Die katalytische Kreuzkopplung identischer oder ähnlicher funktioneller Gruppen ist eine grundlegende Strategie zur Bildung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen, wie durch renommierte Methoden wie Olefin-Kreuzmetathese, Kolbe-Elektrolyse und verschiedene Kreuz-Elektrophil-Kupplungen veranschaulicht wird. Ähnliche Methodologien zur Kupplung von Aldehyden – fundamentalen Bausteinen in der organischen Synthese – sind jedoch unterentwickelt geblieben. Während die Benzoin-typische Kondensation, erstmals 1832 berichtet, einen zuverlässigen Weg zur Dimerisierung von Aldehyden bietet, bleibt die chemo- und enantioselektive Kreuzkopplung von nicht identischen, aber ähnlichen Aldehyden eine ungelöste Herausforderung. Hier berichten wir von einer einheitlichen Plattform, die eine hoch chemo- und enantioselektive Kreuzkopplung von Aldehyden ermöglicht. Durch die Nutzung von Nickel-Photoredox-Katalyse in Kombination mit spezifischen Aktivierungsstrategien für jeden Aldehyd erleichtert dieser mechanistisch unterschiedliche Ansatz die enantioselektive Vereinigung eines aus Aldehyd abgeleiteten α-Oxy-Radikals mit einem Acylradikal, das photocatalytisch aus einem unterschiedlichen Aldehyd erzeugt wird. Diese neuartige Strategie ermöglicht den modularen Zugang zu enantioangereicherte α-sauerstoffhaltige Ketone mit zwei minimal differenzierten aliphatischen Substituenten, ein Kunststück, das mit bestehenden chemokatalytischen oder biokatalytischen Techniken nicht erreichbar ist. Der synthetische Nutzen dieser Methode wird durch ihre Anwendung in der optimierten asymmetrischen Synthese verschiedener medizinisch relevanter Moleküle demonstriert. Darüber hinaus rationalisieren mechanistische Untersuchungen die Vielseitigkeit der Nickel-Photoredox-Katalyse, um neue Wege zur Bewältigung langjähriger synthetischer Herausforderungen zu erschließen.
Li et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.