Key points are not available for this paper at this time.
Hintergrund Diese Studie zielt darauf ab, den komplexen triadischen Entscheidungsfindungsprozess in psychiatrischen Notdiensten zu verstehen, wobei der Schwerpunkt auf der Wahl zwischen stationärer und ambulanter Behandlung nach der Triagierung liegt. Es werden auch Szenarien identifiziert, in denen die Präferenzen des Patienten oder der Angehörigen das klinische Urteil überwiegen. Methoden Diese explorative Studie, die im Großraum Rotterdam, Niederlande, durchgeführt wurde, befragte die Präferenzen von Patienten und Angehörigen zur freiwilligen oder unfreiwilligen Aufnahme im Vergleich zur ambulanten Behandlung, neben den klinischen Indikationen von Fachleuten. Deskriptive Statistiken wurden verwendet, um die Teilnehmer zu charakterisieren, und Präferenzdaten wurden genutzt, um Gruppen zu kategorisieren, was Muster der Übereinstimmung offenbarte. Ergebnisse Unter 5680 Bewertungen, die Angehörige einbezogen, entstanden vier Gruppen: Übereinstimmung innerhalb der Triade bei der Wahl zwischen stationärer oder ambulanter Versorgung (48,2 %), Patient ist anderer Meinung (38,5 %), Angehörige sind anderer Meinung (11,0 %), und Fachleute sind anderer Meinung (2,3 %). Die Empfehlungen der Fachleute wurden häufiger befolgt (57,0 %) als die Präferenzen des Patienten (9,4 %) oder der Angehörigen (11,0 %). Schlussfolgerungen Wir beobachteten, dass oft ein Konsens unter den Mitgliedern der Triade über stationäre oder ambulante Versorgung nach der Triagierung erreicht werden konnte. Meinungsverschiedenheiten traten typischerweise auf, wenn Patienten eine ambulante Behandlung bevorzugten, während andere stationäre Versorgung bevorzugten, oder wenn Angehörige für eine stationäre Behandlung plädierten, während andere die ambulante Behandlung bevorzugten. Während die Empfehlungen der Fachleute den größten Einfluss hatten, konnten sie in Fällen, in denen gültige Kriterien eine unfreiwillige Behandlung vorschrieben, überstimmt werden.
Asperen et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.