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Der Bergbau hat schwerwiegende Umwelt- und Sozialauswirkungen. Um den Umweltschaden, der an Bergbaustätten verursacht wird, auszugleichen, sind Bergbauunternehmen verpflichtet, an Biodiversitätsausgleichsmaßnahmen an anderer Stelle teilzunehmen. In Waldlandschaften konzentrieren sich die meisten Ausgleichspolitiken darauf, den Verlust an Biodiversität durch Abholzung zu kompensieren, während die Walddegradation weitgehend ignoriert wird – obwohl sie erheblich zum Verlust an Biodiversität beiträgt. Ein Grund dafür ist, dass die Bewertung und Überwachung der Walddegradation schwierig ist. Diese Studie konzentriert sich auf eine große Nickel- und Kobaltmine in Madagaskar. Durch die Analyse von Zeitseriendaten aus der Fernerkundung bewerten wir die detaillierte jährliche Dynamik der Waldveränderungen und unterscheiden verschiedene Arten von Waldstörungen innerhalb und um das Bergbaurechtsgebiet sowie die beiden Hauptgebiete für damit verbundene Biodiversitätsausgleichsmaßnahmen zwischen 2006 und 2020. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Abholzungsraten in den beiden Biodiversitätsausgleichsgebieten niedrig sind (18 ha oder 0,4%; 164 ha oder 2,4%), was darauf hindeutet, dass die Naturschutzmaßnahmen effektiv sind. Dies gilt jedoch nicht, wenn man die Walddegradation betrachtet. Wir fanden heraus, dass erhebliche Anteile des Waldes in den beiden Biodiversitätsausgleichsgebieten von Degradation betroffen sind (545 ha oder 11,4%; 662 ha oder 9,7%). In der umliegenden ungeschützten Landschaft sind die Raten der Abholzung (451 ha oder 6,7%; 553 ha oder 4,9%) und der Walddegradation (2360 ha oder 34,8%; 5794 ha oder 51,1%) erheblich höher. Das spatiotemporale Muster weist auf Spillover-Effekte sowohl für Abholzung als auch für Walddegradation hin. Zusammengenommen zeigen unsere Ergebnisse, dass Einschränkungen des Zugangs der lokalen Gemeinschaften zu Waldressourcen innerhalb der Biodiversitätsausgleichsgebiete die umliegende Landschaft beeinflussen und dort erhebliche zusätzliche negative Umweltauswirkungen verursachen können. Wir zeigen auch, dass die Überwachung der Walddegradation machbar ist und dass Walddegradation weit verbreitet ist, obwohl sie nach wie vor weitgehend ignoriert wird. Diese Ergebnisse sollten bei künftigen Richtlinien und Best Practices für Biodiversitätsausgleichsmaßnahmen berücksichtigt werden.
Eckert et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.