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Hintergrund: Diabetes-Technologie ist ein wesentlicher Bestandteil der modernen Diabetes-Therapie. Ihre weitverbreitete Nutzung ist mit einer zunehmenden Menge an „Abfall durch Diabetes-Technologie“ verbunden. Ziel dieser Studie war es, diesen Abfall in einer realen Situation in einer spezialisierten Diabetes-Praxis in Deutschland zu quantifizieren. Methoden: Achtzig Patienten mit Diabetes und Insulinbehandlung nahmen teil und sammelten drei Monate lang all ihren therapiebezogenen Abfall. Ihre Einstellung zur Nachhaltigkeit der antidiabetischen Therapie, zur Abfallerzeugung und zu ihrem eigenen Verhalten zur Abfallreduzierung/-trennung wurde untersucht. Ergebnisse: Insgesamt wurden 23.707 Stück therapiebezogenen Abfall gesammelt. Sie umfassten 5.362 Teststreifen, 630 Glukosesensoren, 14.619 Nadeln, 519 Insulinpatronen, 599 Pens und 1.463 Hilfsmittel für die Insulinpumpentherapie. Art und Menge des gesammelten Abfalls hingen von der Art des Diabetes und der jeweiligen Therapie ab, d.h. multiple tägliche Injektionen, Nutzung von Glukosesensoren oder Pumpentherapie. Die meisten Teilnehmer (92%) waren von den Mengen des Abfalls überrascht und berichteten von einem erhöhten Bewusstsein über den Ressourcenverbrauch ihrer Therapie (87%). Die Umfrage zeigte ein gesteigertes Interesse an der Abfalltrennung (94%) und einen Bedarf an der Reduktion und dem Recycling von Geräten/Hilfsmitteln (93%). Schlussfolgerungen: Unsere Daten zeigen die Menge und Komplexität des Abfalls, der durch moderne Diabetes-Therapie erzeugt wird. Hochgerechnet kann geschätzt werden, dass in Deutschland jährlich rund 1,2 Milliarden Stück Abfall aus der Diabetes-Technologie entstehen. Die Hauptsorge der Studienteilnehmer war die begrenzte Anzahl an Recyclingmöglichkeiten. Ein klares Bedürfnis nach verbesserter Nachhaltigkeit der medizinischen Produkte wurde geäußert.
Petry et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.