Historisch gesehen spiegelten große Stichproben von Personen mit klinischem Hochrisiko (CHR) für Psychosen sowohl in der Geschlechterverteilung (überwiegend männlich) als auch in der Altersstruktur (Jugendlicher bis frühes Erwachsenenalter) offene psychotische Störungen wider. Wir berichten über eine aktuelle CHR-Stichprobe, die einen Wandel in diesen Verteilungen nahelegt, und untersuchen beitragende Faktoren und klinische Implikationen. Wir haben die Hypothese aufgestellt, dass demografische Unterschiede mit den Rekrutierungsquellen zusammenhängen und dass Alter, Geschlecht und Rekrutierungsquellen mit den klinischen Ausgangsprofilen verbunden sind. Es wurden Basisdaten aus der jüngsten computerisierten Untersuchung des Psychoserisikos (CAPR) sowie aus der zweiten und dritten Welle der nordamerikanischen Prodromal-Längsschnittstudie (NAPLS-2 und 3) einbezogen. Eine hierarchische Regression wurde verwendet, um Unterschiede in Geschlecht, Alter und Rekrutierungsquellen zwischen den Stichproben und deren Beziehung zu klinischen Merkmalen zu untersuchen. Univariate Analysen zeigten eine signifikante Verschiebung hin zu weiblicher Vorherrschaft, höherem Alter und einen Wandel in der Rekrutierungsquelle von NAPLS zu CAPR. Multivariate Analysen deuteten darauf hin, dass Unterschiede zwischen den Studien in Geschlecht und Alter von der Rekrutierungsquelle abhingen, wobei der offensichtliche Studieneffekt durch Unterschiede in den nicht-selbstverweisenden Gruppen bedingt war. Mehr als 60 % der über Internet-Selbstverweise rekrutierten Teilnehmer waren Frauen in allen Stichproben. Die klinische Heterogenität hing teilweise mit Unterschieden im Alter, Geschlecht und der Rekrutierungsquelle zusammen. Internetbasierte Selbstverweise waren älter und zeigten weniger ausgeprägte negative Symptome, Disorganisation und allgemeine Symptome sowie eine höhere Rollenfunktion als nicht-selbstverweisende Teilnehmer. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Rekrutierungsquellen für die Merkmale der CHR-Stichprobe. Die Effekte der Rekrutierungsquelle, einschließlich der von Internetquellen, sollten in anderen CHR-Stichproben untersucht werden.
Farina et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.