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Der Artikel widmet sich einem wichtigen sozialen Problem - dem Kampf gegen Alkoholismus unter der Bevölkerung des Russischen Reiches zur Wende vom XIX. zum frühen XX. Jahrhundert. Die Studie legt Augenmerk auf die Position der öffentlichen Behörden in Bezug auf die Produktion und den Verkauf alkoholischer Getränke sowie die Prävention einer massenhaften Alkoholisierung der Bevölkerung. Besonderes Augenmerk wird auf die Rolle der Russisch-Orthodoxen Kirche bei der Bekämpfung der Trunkenheit sowie auf die Aktivitäten der Volksheime, Teehäuser und Lesesäle zur Förderung eines gesunden Lebensstils gelegt. Das Volksheim wurde zum Zentrum des öffentlichen Lebens, in dem verschiedene kulturelle und Bildungseinrichtungen Unterschlupf finden konnten. Die Regierung schlug vor, in jedem größeren Dorf ein Volksheim zu organisieren, während alle Fragen der Organisation und Verwaltung den lokalen Behörden übertragen wurden. Die führende Rolle bei der Organisation des Kampfes gegen übermäßige alkoholhaltige Produkte spielte die Öffentlichkeit mit Unterstützung der Kirche und der Zemstvo-Räte. Das Ergebnis der Aktivitäten der Volksheime war die aktive Beteiligung verschiedener Gesellschaftsschichten, insbesondere der Bauernschaft und städtischen Arbeiter, an der Einführung eines gesunden Lebensstils und der Erhöhung des kulturellen Niveaus. Diese Erfahrung breitete sich von großen Städten auf ländliche Gebiete aus. Die Abstinenzbewegung erfasste bedeutende Segmente der Bevölkerung unterschiedlichen Alters. In dem Bewusstsein der Tiefe des Problems begann der Staat, Versuche zu unternehmen, den Kampf gegen Trinklokale und den ungehinderten Verkauf von Wodka zu organisieren. Die Einführung administrativer und restriktiver Maßnahmen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts führte nicht zu massiven Unruhen in der Bevölkerung, da die Gesellschaft sich bereits der Notwendigkeit einer gemeinsamen Bekämpfung der Trunkenheit bewusst war.
Klevtsova et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.