Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Lösung der Wohnungsproblematik zu einem bedeutenden sozialen Thema und politischen Aufgabe in ganz Europa, insbesondere in den Ländern des Ostblocks. Obwohl großflächige Fertighäuser aufgrund ihrer Quantität überrepräsentiert sind, sind auch Dutzende kleiner, experimenteller und vielfältiger Wohnformen entstanden. Es wird hypothesiert, dass diese kleinen Wohnsiedlungen aufgrund ihrer Größe und Qualität städtebauliche Projekte sind, die während politischer, wirtschaftlicher und architektonischer Veränderungen realisiert wurden. Um ihre Anpassungsfähigkeit zu demonstrieren, präsentiert dieses Papier die in einer der Hauptstädte der Ostblockländer – Budapest – während der turbulentesten anderthalb Jahrzehnte der sozialistischen Ära (1945–1960) errichteten kleinen Wohnsiedlungen. Die Forschung besteht aus drei Hauptteilen: (1) ungarische Politik und Wohnungspolitik, (2) Budapests Stadtpolitik, und (3) eine kurze Darstellung der städtebaulichen und architektonischen Aspekte von Budapests kleinen Wohnsiedlungen. Das Ergebnis der Forschung ist die Erstellung eines vollständigen Portfolios kleiner Wohnsiedlungen, illustrierter Archivartikel, Archivplänen und Fotografien. Es wird deutlich, dass obwohl die Zeiten von dem Zweiten Weltkrieg bis zur Machtergreifung sehr unterschiedliche politische Epochen, Direktiven und Ideale sowie verschiedene architektonische Stile und Wohnungspolitiken erlebten, die kleine Wohnsiedlung als Produkt der Stadtplanung anpassungsfähig und überlebensfähig war. Darüber hinaus ist sie ein wertvoller architektonischer, Wohn- und städtebaulicher Eindruck der Ära, die einzige Wohnform, die in zahlreichen Beispielen in Budapest realisiert wurde.
Bence Bene (Sat,) hat diese Frage untersucht.