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Museums Sammlungen sind eine wichtige Quelle zur Klärung taxonomischer Fragen und der Abgrenzung von Arten. Typusproben, die als namensgebende Proben traditionell in der morphologiebasierten Taxonomie verwendet werden, werden aufgrund des Fortschritts in der historischen DNA-Methodik zunehmend in molekularen taxonomischen Studien eingesetzt. Museums Sammlungen sind ständigen Verschlechterungen und größeren Katastrophen ausgesetzt. Die Digitalisierung von Sammlungen bietet eine teilweise Lösung für diese Probleme und macht Museums Sammlungen der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglicher. Der Extended Specimen Approach (ESA) ist eine Digitalisierungsmethode, die über die physische Probe hinausgeht und die historischen Informationen einbezieht, die in der Sammlung gespeichert sind. Die Sammlungen des Naturhistorischen Museums Wien repräsentieren eines der größten nicht-universitären Forschungszentren in Europa und werden aufgrund ihrer Größe und der zahlreichen Typusproben häufig von besuchenden und ansässigen Wissenschaftlern für taxonomische Studien genutzt. Kürzlich wurde eine Version des ESA im gemeinsamen Katalog der Sammlungen von Fischen und Evertebrata Varia vorgestellt und erweitert, um genetische Informationen über Typusproben in einer Fallstudie zu einem Torpedostichling zu integrieren. Hier wurde die Fallstudie auf eine heterogene Auswahl historischer Typusserien aus verschiedenen Sammlungen mit dem Typlokalität Wien ausgeweitet. Ziel war es, den ESA anzuwenden, einschließlich genetischer Daten zu einem ausgewählten Satz von Typmaterial: drei parasitäre Würmer, drei Myriapoden, zwei Insekten, zwölf Fische und eine Vogelart. Fünfhundert digitale Objekte (Fotografien, Röntgenaufnahmen, Scans) wurden erstellt, und die genetische Analyse war in elf der 21 Typusserien erfolgreich. In einem Fall wurde ein vollständiges mitochondriales Genom rekonstruiert, und in einem anderen Fall wurden zehn kurze Fragmente (100–230 bp) des Cytochromoxidase I Gens amplifiziert und sequenziert. Bei fünf Typusserien bestätigte die genetische Analyse ihren taxonomischen Status als zuvor anerkannte Synonyme, und für eine unterstützte die Analyse ihren Status als eigenständige Art. Für zwei Arten wurden erstmals genetische Informationen bereitgestellt. Dieser Katalog zeigt somit die Nützlichkeit des ESA auf, indem er digitalisierte Daten von Typen bereitstellt, die Wissenschaftlern weltweit für weitere Studien leicht zugänglich gemacht werden können.
Palandačić et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.