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Die Peptid-Rezeptor-Radionuklidtherapie (PRRT) mit radiolabelierten SSTR2-Agonisten ist eine Behandlungsoption, die hochwirksam ist, um metastasierende und progressive neuroendokrine Tumoren (NETs) zu kontrollieren. Frühere Studien haben gezeigt, dass ein SSTR2-Agonist, kombiniert mit dem Albumin-bindenden Molekül Evans-Blau (bezeichnet als 177Lu-EB-TATE), durch eine höhere Tumoraufnahme und Verweildauer in präklinischen Modellen sowie bei Patienten mit metastasierten NETs charakterisiert wird. Diese Studie hatte zum Ziel, die In-vivo-Stabilität, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von 177Lu-EB-TATE zu verbessern, indem die Maleimid-Thiol-Gruppe durch eine Polyethylenglykoleinheit ersetzt wurde, was zu einem neuartigen, EB-konjugierten, SSTR2-zielgerichteten Radiopharmazeutikum, 177Lu-LNC1010, für die PRRT führte. In präklinischen Studien zeigte 177Lu-LNC1010 gute Stabilität und SSTR2-Bindungsaffinität in AR42J-Tumorzellen sowie eine erhöhte Aufnahme und verlängerte Retention in AR42J-Tumor-Xenografts. Anschließend präsentierten wir die erste Dosissteigerungsstudie bei Menschen zu 177Lu-LNC1010 bei Patienten mit fortgeschrittenen/metastatischen NETs. 177Lu-LNC1010 wurde von allen Patienten gut vertragen, mit geringen Nebenwirkungen, und zeigte eine signifikante Aufnahme und verlängerte Retention in Tumorherden, mit höheren Tumorstrahlendosen als die von 177Lu-EB-TATE. Vorläufige Ergebnisse zur Wirksamkeit der PRRT zeigten eine Krankheitskontrollrate von 83 % und eine Gesamtansprechrate von 42 % nach zwei Behandlungszyklen mit 177Lu-LNC1010. Diese ermutigenden Ergebnisse rechtfertigen weitere Untersuchungen durch multizentrische, prospektive und randomisierte kontrollierte Studien.
Guo et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.