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Heutzutage hat die Forschung zur Zusammensetzung von Nährstoffen und bioaktiven Verbindungen in Abfällen der Agrar- und Lebensmittelindustrie aufgrund ökologischer und wirtschaftlicher Interessen zugenommen. Die Weinindustrie produziert jedes Jahr enorme Mengen an Nebenprodukten entlang der Produktionskette. Der Stickstoffgehalt in Weintrauben ist wichtig für den Stoffwechsel und das Wachstum der Hefe und spielt eine entscheidende Rolle sowohl für die Qualität der Trauben als auch des Weins. Neben der Forschung zu Trauben und daraus abgeleiteten Produkten gibt es in der Literatur nur wenige Studien zur Charakterisierung des Aminosäuregehalts von Nebenprodukten der Weinindustrie. In diesem Kontext zielt diese vorläufige Forschung auf die Anwendung eines methodologischen Ansatzes zur Identifizierung und Quantifizierung des Aminosäureprofils aus Trauben-Nebenprodukten (rote und weiße Schalen, rote und weiße entfettete Traubensamen) durch HPLC-FLD-Analyse ab. Die am häufigsten vorkommende Aminosäure in roten Schalen war Leucin (3,163 g/100g), während es in weißen Schalen Histidin (1,886 g/100g) war. Höhere Mengen an Leucin, Histidin und Phenylalanin wurden in roten Samen im Vergleich zu weißen Samen gefunden. Aufgrund des Vorhandenseins von essenziellen Aminosäuren zusammen mit anderen enthaltenen bioaktiven Substanzen können die Nebenprodukte der Weinindustrie als funktionelle Zutaten zur Lebensmittelanreicherung verwendet werden.
Buzzanca et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.