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Die Macht der Serbischen Fortschrittspartei (SNS) wächst seit 2012 stetig. Die Partei hat erfolgreich die Kontrolle über alle Ebenen der Regierung in Serbien übernommen, und das Land hat infolgedessen unter schrittweisem demokratischem Rückschritt gelitten. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf zwei Protestwellen in Serbien zwischen 2017 und 2019. Entscheidend ist, dass eine Reihe von Oppositionsparteien, die an der jüngeren Protestwelle beteiligt waren, die Parlamentswahl 2020 boykottierten. Dieser Artikel analysiert die Merkmale der von Bürgern geleiteten Reaktion in lokalen Gemeinschaften in ganz Serbien und schätzt deren Auswirkungen auf die Wahlen mit einem Differenz-von-Differenzen-Ansatz. Der Fall Serbien verdeutlicht nicht nur die Arten der Bürgerreaktion und deren Auswirkungen im postkommunistischen Europa, sondern bietet auch vergleichende Einblicke in das Potenzial bürgerlicher Widerstände gegen Rückschritte in anderen Ländern. Die Ziele des Artikels sind zweifach. Erstens nutzt der Artikel einen originären Datensatz serbischer Protestereignisse zwischen 2017 und 2019, um festzustellen, wie die beiden Protestwellen durchgeführt wurden und wie die Bürger auf den demokratischen Rückschritt reagieren. Zweitens, unter Verwendung von Daten zur Wahlbeteiligung auf kommunaler Ebene und zum Stimmenanteil der SNS bei der Parlamentswahl 2020, untersuchen wir die durchschnittlichen Auswirkungen des Protests auf die Wahlen und bewerten im Zusammenhang damit den Erfolg der Oppositionsparteien bei der Mobilisierung von Wählern für den Wahlboykott. Der Artikel untersucht, ob der von der SNS geführte demokratische Rückschritt gegenüber einer nachhaltigen Mobilisierung der Bürger resistent ist oder ob dieser Bottom-up-Widerstand die Vorstellung herausfordert, dass "Stabilitokratien" wie Serbien immun gegen grundlegende politische Veränderungen sind.
Kralj et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.