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Einführung: Die Landwirtschaft ist tief in das Gefüge des ländlichen Lebens eingewebt und beeinflusst die Wirtschaft sowie die sozialen und gesundheitlichen Dynamiken ländlicher Gemeinschaften. Während sie körperliche und psychische Gesundheitsvorteile durch regelmäßige körperliche Aktivität und Interaktion mit der Natur bietet, kann die einsame Natur landwirtschaftlicher Aktivitäten auch zu sozialer Isolation führen. Diese Studie untersucht die komplexe Beziehung zwischen der Häufigkeit des landwirtschaftlichen Engagements und den Einsamkeitsgefühlen unter ländlichen Bewohnern mit chronischen Krankheiten und adressiert eine Lücke in der Literatur bezüglich der Auswirkungen landwirtschaftlicher Praktiken auf das soziale Wohlbefinden. Methode: Eine Querschnittsanalyse wurde unter Patienten über 40 Jahren durchgeführt, die die Abteilung für allgemeine Medizin in Unnan City, einem ländlichen Gebiet Japans, besuchten. Die Studie nutzte die japanische Version der UCLA-Einsamkeitsskala zur Bewertung von Einsamkeit und erfasste Daten zur Häufigkeit landwirtschaftlicher Aktivitäten durch Fragebögen. Multivariate logistische Regressionsanalysen untersuchten den Zusammenhang zwischen landwirtschaftlichen Aktivitäten und Einsamkeit unter Berücksichtigung demografischer und gesundheitsbezogener Variablen. Ergebnisse: Unter 647 Teilnehmern waren höhere Häufigkeiten landwirtschaftlicher Aktivitäten signifikant mit zunehmender Einsamkeit assoziiert, insbesondere für Personen, die vier bis fünfmal pro Woche oder täglich in der Landwirtschaft tätig waren. Das Engagement in landwirtschaftlichen Aktivitäten vier bis fünfmal pro Woche und täglich erhöhte signifikant die Wahrscheinlichkeit höherer Einsamkeitslevel, mit Odds Ratios (OR) von 1,80 (p = 0,039) bzw. 2,47 (p < 0,01) im Vergleich zu Engagements von weniger als einmal pro Woche. Das Alter stellte einen einflussreichen Faktor dar, wobei Personen im Alter von 75 Jahren und älter höhere Odds für das Erleben größerer Einsamkeit aufwiesen (OR 1,56, p = 0,025). Fazit: Die Studie hebt die doppelte Natur des landwirtschaftlichen Engagements in ländlichen Gemeinschaften hervor, indem sie sowohl die Rolle bei der Unterstützung der körperlichen Gesundheit als auch den Beitrag zur sozialen Isolation betont. Diese Ergebnisse plädieren für die Entwicklung gezielter Interventionen zur Minderung von Einsamkeit unter ländlichen Bevölkerungen und schlagen die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes vor, der soziale und gesundheitliche Strategien umfasst, um das allgemeine Wohlbefinden von in der Landwirtschaft Tätigen zu verbessern.
Ohta et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.