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Der endothelialen Glykokalix (eGC) bedeckt die Innenseite der Gefäße und spielt eine Rolle in der vaskulären Homöostase. Syndecan wird als das „Rückgrat“ dieser Struktur angesehen. Mehrere Studien haben eine Ablösung der eGC bei Sepsis und deren Beteiligung an Organfunktionsstörungen gezeigt. Matrix-Metalloproteinasen (MMP) tragen zur Ablösung der eGC bei, indem sie Syndecan-1 spalten können. Diese Studie hatte zum Ziel zu untersuchen, ob Doxycyclin, ein potenter MMP-Hemmer, gegen die Ablösung der eGC in lipopolysaccharid (LPS)-induzierter Sepsis schützen könnte und ob es die vaskuläre Hyperpermeabilität, die Neutrophilentransmigration und die Mikrovaskulärschädigung unterbrechen könnte. Ratten, die vor der LPS-Behandlung mit Doxycyclin vorbehandelt wurden, wiesen eine ultrastrukturelle Erhaltung der eGC auf, die mit elektronischem Transmissionmikroskopie der Lunge und des Herzens beobachtet wurde. Darüber hinaus zeigten diese Tiere niedrigere Serumspiegel von Syndecan-1, einem Biomarker für eGC-Schädigung, und eine niedrigere perfusierte Grenzregion (PBR) in der mesenterialen Videokapillaroskopie, die umgekehrt mit der Dicke der eGC im Vergleich zu Ratten, die nur LPS erhielten, korreliert. Darüber hinaus zeigte diese Studie, dass Doxycyclin die sepsisbedingte vaskuläre Hyperpermeabilität in der Lunge und im Herzen verringerte, die Neutrophilentransmigration im Peritonealwasch und in den Lungen reduzierte und einige mikrovaskuläre Parameter verbesserte. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Doxycyclin vor der durch LPS induzierten Ablösung der eGC schützt und vaskuläre Hyperpermeabilität, Neutrophilentransmigration und Mikrovaskulärschädigung reduzieren könnte.
Oliveira et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.