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NGC 1068 ist eine nahegelegene, intensiv untersuchte Seyfert-II-Galaxie, die Radio-, Infrarot-, Röntgen- und γ-Strahlenausstrahlung zeigt, sowie starke Hinweise auf die Emission von hochenergetischen Neutrinos. Kürzlich wurde der Nachweis der Neutrino-Emission in einem Multimessenger-Modell erklärt, wobei die Neutrinos aus der Korona des aktiven galaktischen Kerns stammen. In dieser Umgebung werden γ-Strahlen stark absorbiert, sodass ein zusätzlicher Beitrag notwendig ist, zum Beispiel aus dem zirkumuklearen Sternenexplosionsring. In dieser Arbeit diskutieren wir, ob der Radiojet eine alternative Quelle der γ-Strahlen zwischen etwa 0,1 und 100 GeV sein kann, wie von Fermi-LAT beobachtet. Insbesondere berücksichtigen wir sowohl leptonic- als auch hadronic Prozesse, nämlich die inverse Compton-Emission und Signaturen von pp- sowie pγ-Interaktionen. Um unsere Berechnungen einzuschränken, verwendeten wir VLBA- und ALMA-Beobachtungen der radioaktiven Knotenstrukturen, die räumlich in unterschiedlichen Entfernungen vom supermassiven schwarzen Loch aufgelöst sind. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das beste leptone Szenario zur Vorhersage der Fermi-LAT-Daten von dem radioaktiven Knoten bereitgestellt wird, der am nächsten zum zentralen Motor liegt. Damit dies der Fall ist, ist eine Magnetfeldstärke von ∼1 mG sowie eine starke spektrale Abmilderung der relativistischen Elektronenverteilung bei (1 − 10) GeV erforderlich. Allerdings zeigen wir, dass weder eine so schwache Magnetfeldstärke noch eine so starke Abmilderung für diesen Knoten zu erwarten ist. Eine mögliche Erklärung für die ∼10 GeV γ-Strahlen könnte potenziell durch die hadronische Pion-Produktion im Falle einer Gaskonzentration von ≳10⁴ cm⁻³ geliefert werden. Nichtsdestotrotz wird festgestellt, dass dieser Prozess nicht signifikant zum Niedrigenergieende des Fermi-LAT-Bereichs beiträgt. Wir schließen daraus, dass die Emissionsorte im Jet nicht ausreichen, um die γ-Strahlen über das gesamte Fermi-LAT-Energieband zu erklären.
Salvatore et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.