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Country-Musik ist sowohl in den USA als auch weltweit kommerziell erfolgreich geworden. Es wird als ein Genre wahrgenommen, das Authentizität wertschätzt, was sich möglicherweise in der Wahl der sprachlichen Merkmale widerspiegelt, wobei (weißes) Südstaaten-Englisch (SAE) als die „Standard“-Varietät dient. Angesichts der kürzlichen Diversifizierung des Genres stellt sich die Frage, ob die Verwendung von SAE-Merkmalen nach wie vor als obligatorisch angesehen wird, als eine Art „supralokale Norm“. Diese Studie verglich die Texte von 600 hoch erfolgreichen Songs von männlichen und weiblichen Künstlern aus weißen Südstaaten-, schwarzen Südstaaten- und weißen nicht-südstaatlichen Hintergründen. Ziel war es zu prüfen, (i) ob morphosyntaktische SAE-Merkmale verwendet werden, um Authentizität im Sinne von Enregisterierung für dieses Musikgenre anzuzeigen, und (ii) ob Nicht-Südstaatler sich mit der Stilistik relevanter Marker auseinandersetzen. Es stellte sich heraus, dass Nicht-Südstaatler mehr dieser Merkmale verwenden als ihre südstaatlichen Gegenparts, was erste Hinweise auf „Genre-Fitting“ als ein Mittel zur Anzeige von Authentizität liefert. Es gibt jedoch nur einen Marker, der als zentrales Country-Merkmal gilt, das in allen Künstlergruppen verwendet wird, nämlich negative Kongruenz. Da dieses Element möglicherweise besser als volkstümliches Universum kategorisiert werden kann, scheint die SAE-Morphosyntax in der Country-Musik weitgehend ihre indexikalische Funktion verloren zu haben, während Akzentmerkmale nach wie vor entscheidend sind, um kulturelle Authentizität herzustellen.
Werner et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.