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Zusammenfassung. Beobachtungen der jüngsten Massenverlustraten des westantarktischen Eisschildes (WAIS) wecken Bedenken hinsichtlich seiner Stabilität, da ein Zusammenbruch den globalen Meeresspiegel um mehrere Meter erhöhen würde. Zukünftige Projektionen dieser Massenverlusttrends werden oft unter Verwendung numerischer Eisschildmodelle geschätzt. Allerdings zeigen die meisten aktuellen Modelle eine geringe Fähigkeit, die beobachteten Veränderungen der Masse genau wiederzugeben. Hier entwickeln wir eine neue Initialisierungsmethode, die die Übereinstimmung nicht nur mit Beobachtungen der Eisdicke und Oberflächenbewegung, sondern auch mit satellitengestützten Schätzungen der Massenverlustraten optimiert. Ausgehend von diesem verbesserten gegenwärtigen Zustand generieren wir ein Ensemble zukünftiger Projektionen der Massenveränderung in der Antarktis, das die Unsicherheiten in Modellentscheidungen, Parameterwerten und (beobachtungs-) Daten abdeckt. Unser Ensemble zeigt einen langsamen Rückzug über mehrere Jahrhunderte, gefolgt von einer Beschleunigung, die etwa 200 Jahre anhält. Wir stellen fest, dass für alle Ensemblemitglieder die Thwaites- und Pine-Island-Gletscher zusammenbrechen, auch wenn das Klima auf den heutigen Werten konstant gehalten wird. Unsere Ergebnisse implizieren, dass die heutigen Massenverlustraten ein Vorläufer der Enteisung großer Teile des WAIS sind, was den Meeresspiegel in den kommenden Jahrhunderten mindestens um einen Meter erhöhen würde, ohne zusätzliche klimatische Anreize.
Akker et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.