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Zusammenfassung Hintergrund Kindliche Unterernährung ist eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit, die Millionen von Kindern weltweit betrifft, mit alarmierenden Anteilen von Kindern unter fünf Jahren in Benin. Die Komplexität der Bewältigung dieses Zustands wird durch die mögliche Assoziation mit opportunistischen Pathologien erhöht. Ein interessanter Ansatz ergibt sich aus der Verwendung von Heilpflanzen, um kindlicher Unterernährung und den damit verbundenen Pathologien zu begegnen. Ziel dieser Studie war es, das Wissen und die Praktiken von beninischen Müttern und traditionellen Heilern in Bezug auf die Verwendung von Heilpflanzen zur Behandlung von kindlicher Unterernährung und damit verbundenen Krankheiten zu dokumentieren. Methoden Insgesamt wurden zwischen März 2022 und August 2023 in den Kommunen Karimama, Bopa und Za-Kpota in Benin 844 beninische Mütter und 201 traditionelle Heiler befragt. Das Wissen der Befragten über kindliche Unterernährung und damit verbundene Pathologien wurde untersucht. Die ethnobotanischen Daten, die von den Probanden gesammelt wurden, betrafen die medizinischen Rezepte zur Behandlung von kindlicher Unterernährung, die darin enthaltenen Heilpflanzen und die Methoden der Anwendung. Diese Daten wurden unter Verwendung ethnobotanischer Indizes wie dem Informanten-Konsensfaktor, der Häufigkeit der Nennung von Arten medizinischer Rezepte und Heilpflanzen sowie dem Beitrag der Pflanzen zu medizinischen Rezepten analysiert. Ergebnisse Alle Befragten nannten insgesamt 82 Pflanzenarten, die zur Behandlung von kindlicher Unterernährung und damit verbundenen Krankheiten eingesetzt werden. Diese Pflanzen wurden in 37 botanische Familien gegliedert, wobei die häufigsten Fabaceae, Malvaceae und Annonaceae waren. Die Blätter waren der am häufigsten verwendete Teil der identifizierten Pflanzenarten. Die Mütter teilten 122 medizinische Rezepte, die von Rezepten auf der Grundlage einer einzigen Pflanze bis hin zu komplexeren Zusammensetzungen mit fünf Pflanzen reichten. Die bemerkenswertesten Pflanzen waren Moringa oleifera Lam, Phyllanthus amarus Schumach & Thonn, Senna siamea (Lam.) H.S.Irwin & Barneby, Carica papaya L. und Ocimum gratissimum L. Traditionelle Heiler gaben 52 Pflanzen in 71 Rezepten an, wobei Moringa oleifera sowohl in Einpflanzen- als auch in Mehrpflanzenformulierungen stark vertreten war. Fazit Diese Studie ermöglichte die Erstellung einer reichen Basis medizinischer Rezepte, die gegen Unterernährung und damit verbundene Pathologien eingesetzt werden, mit der vorherrschenden Beteiligung bestimmter Pflanzenarten. Es ist daher notwendig, die Forschung zu diesen verschiedenen identifizierten Arten zu vertiefen, um ihr Potenzial wissenschaftlich zu bewerten.
Vissoh et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.
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