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Zusammenfassung: Der wiederholte Spontanabort (RSA) ist eine häufige Schwangerschaftskomplikation mit multifaktoriellen Ursachen, wobei derzeit 40 %–50 % der Fälle unerklärt bleiben, was als unerklärter RSA (URSA) bezeichnet wird. Aufgrund der schwer fassbaren Ätiologie und Mechanismen ist das klinische Management äußerst herausfordernd. In den letzten Jahren hat ein Fortschritt in der reproduktiven Immunologie einen wachsenden Wissensstand hervorgebracht, der auf eine Beziehung zwischen URSA und der maternal-fetalen Immunologie hindeutet und Hoffnungen auf die Entwicklung maßgeschneiderter Behandlungsstrategien bietet. Dieser Artikel bietet eine immunologische Perspektive auf die Pathogenese, Diagnose und Behandlung von RSA. Einerseits gibt er einen umfassenden Überblick über die immunologischen Mechanismen, die dem RSA zugrunde liegen, einschließlich Abnormalitäten in der Immunverträglichkeit an der maternal-fetalen Schnittstelle, der Funktion der Immunzellen an der maternal-fetalen Schnittstelle, der durch die Darmmikrobiota bedingten Immunregulation und der durch die Vaginalmikrobiota bedingten Immunanomalien. Andererseits werden die Diagnose und die bestehenden Behandlungsmethoden für RSA präsentiert. Dieser Artikel bietet einen klaren Wissensrahmen zum Verständnis von RSA aus einer immunologischen Perspektive. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass, während die „Schichten des Schleiers“ in Bezug auf immunologische Faktoren bei RSA allmählich gelüftet werden, unsere derzeitige Forschung möglicherweise nur an der Oberfläche kratzt. In Bezug auf die immunologische Ätiologie fehlen derzeit effektive Diagnosetools für RSA, und die Wirksamkeit und Sicherheit von Immuntherapien, die hauptsächlich auf Lymphozytenimmuntherapie und intravenösen Immunglobulin basieren, bleiben umstritten.
Yao et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.