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Hintergrund: Zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) ist ein potenzieller Biomarker, der nicht nur in der Lage ist, die Behandlungsantwort während der neoadjuvanten Therapie (NAT) oder Rettungstherapie zu überwachen, sondern auch mikroskopisch verbleibende Erkrankungen (MRD) zu identifizieren und frühe Rückfälle nach der Primärbehandlung zu erkennen. Es bleibt jedoch ungewiss, ob die Nachweis von ctDNA bei der Diagnose, vor jeglicher Therapie, die Prognose für Patienten mit frühem Brustkrebs vorhersagen kann. Das Ziel unserer Studie war es, den prädiktiven Wert der Baseline-ctDNA für die Prognose bei Patienten mit frühem Brustkrebs zu bewerten. Methoden: Zwischen August 2016 und Oktober 2016 wurden insgesamt 90 Patienten mit frühem Brustkrebs und 24 gesunde Frauen rekrutiert. Periphere Blutproben wurden bei den Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose, vor jeglicher Behandlung, entnommen. Blutproben wurden verarbeitet und mittels gezielter Tiefensequenzierung mit einem Next-Generation-Sequencing (NGS)-Panel von 1.021 krebsbezogenen Genen untersucht. Das ereignisfreie Überleben (RFS) und das invasive krankheitsfreie Überleben (iDFS) wurden berichtet. Ergebnisse: Die 90 Patienten mit Brustkrebs umfassten 6 Patienten mit duktalem Carcinom in situ (DCIS) und 84 Patienten mit invasivem Brustkrebs. Innerhalb der Kohorte von Patienten mit invasivem Brustkrebs wurde ctDNA bei 57 Patienten nachgewiesen, mit einer Nachweisrate von ctDNA von 67,9%. Unterdessen wurde bei DCIS-Patienten keine ctDNA nachgewiesen. Unter 84 Patienten mit invasivem Brustkrebs hatten Patienten mit hochgradiger ctDNA ein signifikant niedrigeres RFS im Vergleich zu Patienten mit niedriggradiger ctDNA (log-rank P=0.0036). Schlussfolgerungen: Unsere Studie deutete darauf hin, dass ctDNA bei der Diagnose, vor jeglicher Therapie, potenziell als Biomarker zur Vorhersage der Prognose für Patienten mit frühem Brustkrebs dienen könnte. Weitere Nachuntersuchungen und mehr Studien mit großen Stichproben sind jedoch erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
Zhang et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.
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