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Zusammenfassung Einleitung Endometriose ist eine häufige Erkrankung, die 5 bis 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter betrifft. Die tatsächliche Inzidenz von Endometriose des Applikators ist derzeit unbekannt. Da die Symptome oft mit denen einer akuten Appendizitis überlappen, stellt die Endometriose des Applikators eine diagnostische Herausforderung in der Notaufnahme dar. Diese große retrospektive Studie untersucht die Inzidenz sowie perioperative klinische, radiologische und laboranalytische Befunde und mögliche Unterschiede zwischen Patienten mit und ohne Endometriose. Methoden Die Daten von aufeinander folgenden Patienten, die sich aufgrund eines Verdachts auf Appendizitis und ohne Vorgeschichte einer Endometriose einer Appendektomie unterzogen, wurden analysiert. Perioperative klinische, laboranalytische, perioperative und histopathologische Befunde wurden zwischen Frauen mit und ohne Endometriose verglichen. Ergebnisse Zwischen Januar 2008 und Juni 2023 unterzogen sich 2484 aufeinanderfolgende Patienten ohne Vorgeschichte einer Endometriose aufgrund eines Verdachts auf Appendizitis einer dringenden Appendektomie. Die Endometriose wurde bei 17 (0,7 %) Patienten histopathologisch nachgewiesen. Anzeichen einer Appendizitis wurden in der Endometriose-Gruppe im Vergleich zur Nicht-Endometriose-Gruppe seltener im Ultraschall gefunden (23,4 % vs. 61,5 %; p = 0,002; OR = 0,193; 95 % CI 0,063–0,593). Es gab keine Unterschiede in den Befunden der körperlichen Untersuchung, der Dauer der Symptome, dem Grad der Entzündung, den Operationsergebnissen oder Komplikationsraten. Fazit Die Inzidenz von Endometriose des Applikators bei Patienten, die sich einer Appendektomie aufgrund eines Verdachts auf Appendizitis unterzogen, war höher als durch Daten aus Autopsieserien und Bevölkerungsgruppen mit biopsiebestätigter Endometriose vorgeschlagen. Patienten mit Endometriose des Applikators hatten seltener ein positives Ultraschallbefund, aber perioperative und histopathologische Befunde sowie der Schweregrad der Entzündung unterschieden sich nicht von den Patienten ohne Endometriose, was diagnostische Herausforderungen für Kliniker darstellt.
Schrempf et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.