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Die zunehmenden politischen Instabilitäten und die damit verbundenen Veränderungen der Energiepreise haben die bestehende Debatte über Energiearmut kürzlich verstärkt. Allgemein definiert als die Unfähigkeit, sich ausreichend Energieservices für ein komfortables Leben leisten zu können, stellt Energiearmut ein ernstes Problem dar, das multidimensionale Elemente des Lebens betrifft. Um Ungleichheiten anzugehen und das 7. Ziel der Agenda 2030 zu erreichen, wurden die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, die Energiearmut im Rahmen der Nationalen Energie- und Klimapläne zu verfolgen. Das Fehlen eines allgemein anerkannten methodischen Ansatzes erschwert jedoch einen Vergleich der Risiken der Energiearmut. Um diese Lücke zu schließen, schlägt dieses Papier erstmals einen Indikator für die Verwundbarkeit gegenüber Energiearmut vor, der verwendet werden kann, um die Unterschiede zwischen den NUTS2-Regionen Europas zu untersuchen. Durch die Kombination von Daten zu regionalem Einkommen, Strompreisen und lokalen klimatischen Bedingungen verwendet die vorgeschlagene Methodik einen Schwellenwertansatz, um die Verwundbarkeitsrisiken für die Jahre 2010 und 2020 abzubilden. Die Ergebnisse zeigen, dass im Jahr 2010 15% der betrachteten Haushalte in die Kategorie des höchsten Verwundbarkeitsrisikos eingestuft wurden und bis 2020 40 weitere Regionen in eine höhere Risikokategorie wechselten. Mediterrane Länder waren am stärksten betroffen, mit umfangreichen klimatischen und preislichen Veränderungen. Der vorgeschlagene Indikator kann die Definition von Politiken unterstützen, die darauf abzielen, regionale Ungleichheiten zu verringern und die durchschnittlichen Trends in Europa zu verbessern.
Valeria Andreoni (Do,) untersuchte diese Frage.