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Frühere Meta-Analysen mehrerer Studien haben nahegelegt, dass die Nahrungsaufnahme und Blutkonzentrationen von Carotinoiden sowie die Nahrungsaufnahme bestimmter Carotinoide eine Rolle bei der Verringerung des Krebsrisikos spielen. Die Schlussfolgerungen dieser Studien waren jedoch umstritten. Wir führten eine Umbrella-Review von Meta-Analysen durch, um die Beweise für den Zusammenhang zwischen Carotinoiden und Krebsoutcomes umfassend zu analysieren und zu bewerten. Wir suchten in den Datenbanken PubMed, Web of Science, Embase und Cochrane Library nach Meta-Analysen und systematischen Reviews bis Juni 2023. Unsere Auswahlkriterien umfassten Meta-Analysen von Kohortenstudien und Fall-Kontroll-Studien sowie randomisierten kontrollierten klinischen Studien, die die Zusammenhänge zwischen Carotinoiden und Krebsrisiko untersuchten. Wir bestimmten auch die Evidenzlevels für diese Zusammenhänge mit den AMSTAR 2-Kriterien. Wir schlossen 51 geeignete Artikel ein, darunter 198 Meta-Analysen für die qualitative Synthese in der Umbrella-Review. Trotz einer moderaten bis hohen Heterogenität der Studien standen die Nahrungsaufnahme, Nahrungsergänzung und Blutkonzentrationen von Carotinoiden in umgekehrtem Verhältnis zum Risiko für Gesamtkrebs sowie bestimmte spezifische Krebsarten der Lunge, des Verdauungssystems, der Prostata, der Brust, des Kopfes und Halses und anderer. Die Subgruppenanalyse zeigte auch, dass einzelne Carotinoide (α-Carotin, β-Carotin, β-Cryptoxanthin, Lutein, Zeaxanthin und Lycopin) einen bestimmten Schutz gegen spezifische Krebsarten bieten. Hohe Dosen von Carotinoid-Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere β-Carotin, erhöhten jedoch das Risiko für Gesamtkrebs, Lungenkrebs und Blasenekrebs signifikant. Unsere Umbrella-Meta-Analyse unterstützte die Hypothese, dass eine hohe Aufnahme von diätetischen Carotinoiden als ganzheitlicher Ansatz bei der Verringerung des Krebsrisikos vorteilhafter sein könnte. Gleichzeitig deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Wirksamkeit von Einzel-Carotinoid-Nahrungsergänzungen in der Krebsprävention weiterhin ein umstrittenes Thema bleibt.
Sui et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.