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Hintergrund und Ziel Verdächtige Fälle von Tuberkulose (TB) werden zur Bestätigung durch bakteriologische Tests während der klinischen Screening von TB bei Menschen mit humanem Immunodeficiency-Virus (HIV) identifiziert, entweder bei routinemäßigen Besuchen oder wenn Antiretrovirale (ARVs) ausgegeben werden. Unser Ziel ist es, die Prävalenz zu bestimmen und die epidemiologischen sowie klinischen Merkmale von HIV-TB-coinfizierten Patienten im Kontext der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) in Gesundheitseinrichtungen in der Ostregion Kameruns zu beschreiben. Diese Studie schließt Wissenslücken zu HIV-TB-Coinfektionen während COVID-19 und zielt darauf ab, Einblicke in die Wechselwirkungen und Auswirkungen von HIV, TB und COVID-19 auf die Gesundheit von Individuen zu geben. Methoden Dies war eine Beobachtungsstudie. Es wurden zwei retrospektive Kohorten von HIV-TB-coinfizierten Patienten vor und nach der COVID-19-Pandemie einbezogen. Wir führten manuelle Überprüfungen der medizinischen Unterlagen sowie der Register für antiretrovirale Therapie (ART) und TB von 262 Patienten durch. Diese Patienten waren im Zeitraum von April 2019 bis April 2021 in 11 Gesundheitseinrichtungen in der Ostregion Kameruns mit HIV und TB coinfiziert. Die soziodemografischen und klinischen Merkmale der Fälle wurden aus den Beratungsregistern extrahiert und in der KoBo Collect-App eingegeben und anschließend mit der Software Statistical Package for the Social Sciences (SPSS), Version 25, analysiert. Ergebnisse In dieser Studie zu 262 Fällen von HIV-TB-Coinfektion traten 60,3% vor COVID-19 und 39,7% während der Pandemie auf. Die Prävalenz der HIV-TB-Coinfektion unter HIV-Patienten betrug 1%. Das durchschnittliche Alter der Patienten lag bei 39,3 Jahren, mit einem signifikanten Wechsel des Geschlechterverhältnisses von 0,65 zu 1,33 zwischen den Kohorten vor COVID-19 und während COVID-19. Die Bildung variierte, wobei 45,8% eine Sekundarschulbildung hatten, 44,8% eine Grundschule besucht hatten, 2,4% eine höhere Ausbildung genossen und 7,1% keine hatten. Die meisten (78,9%) hatten professionelle Berufe, und 53,7% lebten in ländlichen Gebieten. Die Mehrheit war neu diagnostiziert (96,3% vor COVID-19; 93,3% während COVID-19), mit 3,7% Rückfällen und 4,2% die die Behandlung abbrachen. Die meisten hatten eine pulmonale TB (84,9%) und waren sich der Behandlungsdauer bewusst (94,6%). Etwa 65,4% erlebten behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse. In Bezug auf die familiäre Unterstützung erhielten 69,3% Hilfe bei der Medikamenteneinnahme. Allerdings war 80,6% nicht dazu bereit, Maßnahmen gegen COVID-19 einzuhalten. Fazit und globale Gesundheitsimplikationen Geschlecht war signifikant mit der Einhaltung verbunden. Die meisten Patienten waren in Behandlung, aber ein kleiner Prozentsatz hatte sie abgebrochen. Patienten müssen sich der Bedeutung der Einhaltung von Maßnahmen gegen COVID-19 bewusst gemacht werden, um eine mögliche Verschlechterung der Gesundheitssituation zu verhindern. Darüber hinaus muss die klinische und biologische Überwachung während des gesamten Verlaufs der TB-Behandlung verstärkt werden.
Anicet et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.