Key points are not available for this paper at this time.
Eine Reihe von vorübergehenden globalen Erwärmungsereignissen („Hyperthermals“) im frühen Eozän ist durch massive Umwelt- und Kohlenstoffzyklusveränderungen gekennzeichnet. Unter diesen Ereignissen sind die Auswirkungen des Paläozän-Eozän-Temperaturmaximums (~56 Ma), des Eozän-Temperaturmaximums 2 (~54 Ma) und des Eozän-Temperaturmaximums 3 (~53 Ma) relativ gut dokumentiert, jedoch ist über die vielen späteren Hyperthermals, die offenbar bei den Maxima der orbitalen Exzentrizität bis mindestens zum Ende des Früh-Eozän-Klimatischen Optimums (EECO; ~53–49 Ma) stattfanden, viel weniger bekannt. Hier am Ocean Drilling Program (ODP) Standort 959 (äquatorialer Atlantik) berichten wir von einem großen negativen Kohlenstoffisotopenexkursionsereignis (CIE) sowohl in organischen als auch in karbonatischen Substraten, das wir mit dem Ereignis „V“ sensu Lauretano et al. (2016) (oder C22nH1 sensu Sexton et al. (2011)) bei ~49,7 Ma korrelieren, basierend auf kombinierten bio- und chemostratigraphischen Einschränkungen. Durch TEX86-Paläothermometrie rekonstruieren wir einen Anstieg der Meeresoberflächentemperatur von 1,1–1,9 ºC, der mit dieser CIE verbunden ist, was, kombiniert mit Beweisen für Erwärmung aus der Tiefsee, darauf hindeutet, dass dieses Ereignis tatsächlich ein vorübergehendes globales Erwärmungsepisode wie die früheren Hyperthermals darstellt. Organisch gewandete Dinoflagellaten-Zystenassemblagen deuten auf einen produktiven paläoceanographischen Hintergrund hin, wahrscheinlich durch regionale Auftrömung, die sich mit Episoden der Schichtung abwechselte. Die über V am Standort 959 rekonstruierte Erwärmung ist relativ ähnlich zu den tiefseebasierten Rekonstruktionen aus höheren Breiten. Allerdings beeinträchtigt die Präsenz von Auftrömung und deren variable Intensität während des Ereignisses die Verwendung der rekonstruierten Erwärmung als Schätzung für das vollständige tropische Band.
Kegel et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.